
Martin Haris verbindet Honvéd-Traditionspflege, Musik und mutige Geschichtsaufarbeitung: In Ödenburg und Harkau setzt er Zeichen für Erinnerung, Dialog und einen gemeinsamen nationalen Geschichtskonsens. Warum lebendige Erinnerung mehr ist als ein Denkmal – und was sie für Ungarn bedeuten kann?
Vom Familienbetrieb zum industriellen Großabfüller. Josef Kleisz erzählt die Geschichte des Unternehmens,...
Der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich, kurz VLÖ.
Ein Verein...
Von Georg Krix
Unser Artikel „Die Gemeinde Nadwar stellt sich vor” soll hiermit ergänzt werden, denn das schmucke Schwabendorf in der nördlichen Batschka verdient mehr als 20 wortkarge Zeilen.
Die Geschichte des Ortes kann bereits mit Zahlen aus Volkszählungen der letzten Jahrzehnte gut veranschaulicht werden:
1941 (also in den Kriegsjahren) wurde in Nadwar/Nemesnádudvar die Zusammensetzung der Einwohnerschaft wie folgt festgehalten:
Der zweite Artikel unserer Artikelreihe zum Thema der Zweisprachigkeit der Ungarndeutschen ist der zweite Teil des Artikels über den Vortrag von Ágnes Sauer (erschien in Sonntagsblatt 2010/1). Den ersten Teil finden Sie hier.
Gyula, den 23. 10. 2009 – Vortrag von Agnes Sauer (Auszüge)
Sollte man eventuell die Erwartungen konkreter formulieren?
Um nicht missverstanden zu werden, muss betont werden: nichts
Das Sonntagsblatt.hu startet eine Artikelreihe zum Thema der Zweisprachigkeit der Ungarndeutschen. Als erster Artikel veröffentlichen wir den Artikel über einen Vortrag von Ágnes Sauer (erschien in Sonntagsblatt 2010/1), der auch heute aktuell ist.
Gyula, den 23. 10. 2009 – Vortrag von Agnes Sauer (Auszüge)
Mit der Zweisprachigkeit unserer Kinder gewinnen wir alle, nicht nur der einzelne Mensch. Nützen wir die
Am 25. April hatte eine Ungarndeutsche um eine Geburtsurkunde gebeten, die ihren Namen auf Deutsch enthält und deutschsprachig ist (um eine sg. Nationalitätengeburtsurkunde). Derartige Anträge werden durch das ungarische Gesetz ermöglicht: Anyakönyvi eljárásról szóló 2010. évi I. tv. 46. § (1) (Gesetz über das Standesregister).
Die Standesbeamtin von Dombóvár kannte diese Möglichkeit nicht, wobei das noch akzeptabel wäre; leider gibt
Von Patrik Schwarcz-Kiefer
Das Dorf Nadwar (ung. Nemesnádudvar) liegt im südlichen Teil Ungarns, im Komitat Batsch-Kleinkumanien (ung. Bács-Kiskun). Nadwar hat 1828 Einwohner; davon bekennen sich 41,52% als Ungarndeutsche.
Die ungarndeutsche Geschichte des Dorfes begann nach den Türkenkriegen, als 1724 die ersten deutschen Zuwanderer eintrafen, nämlich 25 Familien aus Neibsheim (in der Nähe von Karlsruhe). Die Ansiedler kamen mit der „Ulmer
Der Sieg in der Schlacht am Kahlenberg (1683) über das osmanische Heer bildete nicht nur den Beginn für die Befreiung Ungarns von der Türkenherrschaft, sondern auch für den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes. Die Habsburger als seine legitimen Könige begannen, veranlasst durch die ungarischen Stände, schon zu Ende des 17. Jahrhunderts mit der Neubesiedlung der an der mittleren
Von Richard Guth
Das Beispiel Werischwar kann ganz schnell Schule machen: Die Einführung des Englischunterrichts kann im gegenwärtigen System curricaler, organisatorischer und mentaler Unflexibilität tat sächlich einen Ausstieg aus dem deutschen Nationalitätenunterricht bedeuten. Das Beharren an dem Einen beim völligen Ausblenden des Anderen kann daher nicht der Weg sein. Mein geistiges Auge sehnt ein Modell herbei, in dem Deutsch und
Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) hat unter dem Leitwort „Steh dazu!” eine Broschüre herausgebracht über „Strategie der LdU bis 2020”.
Von Georg Krix
Versprochen wurde uns diese Strategie bereits vor zwei Jahren, dann endlich gegen Ende vorigen Jahres wurde die Fertigstellung angekündigt. Auf der Gala der Selbstverwaltungen im Januar in Fünfkirchen hat LdU-Vorsitzender Heinek das baldige Erscheinen in Aussicht gestellt.
Von Dr. Wenzel Bohner
Ein interessanter Artikel. Interessant schon deshalb, weil ich ihn zweimal lesen durfte; – einmal im Sonntagsblatt und beinah zugleicher Zeit auch in der Neue Zeitung, doch hier mit einer anderen Überschrift. Da heißt es: Das Haus des Ungarndeutschtums.Legt man die zwei Überschriften zusammen, so würde das Ergebnis lauten: Das baufällige Haus des Ungarndeutschtums. Klingt gut!
Interessant
von Patrik Schwarcz-Kiefer
Das Ungarndeutschtum wurde im XX. Jahrhundert genau wegen seiner oft vorteilhaften Eigenschaft, dass es sowohl dem Ungarntum als auch dem Deutschtum gehört, vielmals von Schicksalsschlägen betroffen. Die zunehmende Assimilation, die zerfallenen Familien nach dem I. Weltkrieg, die Madjarisierungsversuche, die Verluste des II. Weltkriegs, die kollektive Schuld, die Vertreibungen und die Unterdrückung zur Zeit des Sozialismus bedeuteten tiefe
Von Richard Guth
Nach fünf Jahren Dienst verlässt der deutsche Pfarrer Gregor Stratmann Budapest. Aber nicht nur die Deutschsprachige Elisabethgemeinde Budapest nimmt Abschied vom westfälischen Geistlichen, sondern auch die Ungarndeutschen, deren wahrer Freund und Fürsprecher Gregor Stratmann in den Jahren geworden ist. Das Sonntagsblatt, zu dessen treuen Lesern der Geistliche von der ersten Minute in Ungarn an gehört, führte ein
von Thomas Konhäuser
Der Erhalt und die Pflege der deutschen Sprache und die Förderung des Sprachgebrauchs ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Hilfen- und Förderpolitik der Bundesregierung für die Angehörigen der Deutschen Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Hierzu bedarf es auch einer wissenschaftlichen Fundierung.
Zur Erörterung der hiermit zusammenhängenden Fragen traf sich der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und
Neben den im Mittelalter entstandenen sächsischen (mosel- und rheinfränkischen) Gemeinden, bzw. in der Nachbarschaft der während des Schwabenzugs vor Ort neue Heimat gefundenen Banater Schwaben war auch eine urspünglich österreichische Bevölkerung in Siebenbürgen bekannt, namentlich die Landler.
Die ersten protestantischen Siedler waren wegen ihrer Religion gezwungen, Salzkammergut und Steiermark zu verlassen, demzufolge nahmen sie die Richtung nach Siebenbürgen, wo sie
Ein Artikel aus 1951 – der im Büchlein „Aus donauschwäbischem Erbe“ von Hans Diplich (1952) gefunden wurde – berichtet:
Für eine kleinere Gruppe von Bukowinadeutschen findet die schon zehn Jahre währende Irrfahrt ihren Abschluss. Als die ehemaligen Kolonisten aus der Bukowina (etwa 80 000 Seelen) aus Bessarabien (80 000) und der Dobrudscha (12 000) aufgefordert wurden, ihre Heimat zu verlassen,
Die politische Konzeption Jakob Bleyers Vor 100 Jahren stieg Jakob Bleyer in die Politik ein
Die bedeutendste Persönlichkeit der ungarndeutschen Geschichte von 1917 bis zu seinem Tod 1933 war Jakob Bleyer. Am 25. Januar 1874 in Tscheb, in der nach 1918 jugoslawischen Batschka, als Sohn bäuerlicher Eltern geboren, war ihm die bäuerliche Lebenswirklichkeit der ungarndeutschen Bauern zutiefst vertraut. Er besuchte
















