„Deutscheste“ Ortschaften Ungarns: (1.2) Sagetal

Wie entstand eines der „deutschesten“ Dörfer Ungarns? Der zweite Teil über Sagetal/Szakadát zeigt die spannende Geschichte der Ansiedlung durch Graf Mercy, das harte Leben der ersten deutschen Kolonisten und die Entwicklung eines bedeutenden lutherischen Zentrums in Tolnau. Auch kuriose Sitten, Bauernaufstände und Familiengeschichten machen den Beitrag besonders lesenswert. Jetzt eintauchen in die bewegte Vergangenheit der Donauschwaben!

Die „Schwabenbäuerinnen“ Ungarns Mitte der 1930er Jahre – Irma Steinschs Bild von den ungarndeutschen Frauen und Mädchen

Irma Steinsch zeichnete 1937 ein ideologisch geprägtes Bild der „Schwabenbäuerin“ – als fleißige, kämpferische Hüterin des Deutschtums. Der Artikel entlarvt, wie NS-Propaganda Realität verzerrte, Frauenrollen instrumentalisierte und politische Konflikte in Ungarn umdeutete. Zwischen Mythos, Indoktrination und historischer Wahrheit entsteht ein spannender Blick auf Identität und Manipulation.

Lindenbaum erinnert an das Leid vor 80 Jahren

Eine Linde als lebendiges Mahnmal: 80 Jahre nach der Vertreibung aus Plankenhausen wird Geschichte greifbar. Die bewegende Gedenkfeier verbindet Erinnerung, Schmerz und Hoffnung auf Versöhnung. Persönliche Schicksale, gemeinsames Gedenken und ein starkes Zeichen für Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Was bedeutet Heimat – damals und heute?

Die Initiationszeremonie (das „beitatás“) in Kötsching/Kötcse vor dem Kerbait

Die raue Initiationszeremonie „beitatás“ in Kötsching war einst Voraussetzung, um als junger Mann am Kerbait teilzunehmen. Mutproben, Zwang zum Trinken und harte Rituale machten den Übergang ins Erwachsenenalter unvergesslich – und gefährlich. Ein dramatischer Vorfall setzte dem Brauch schließlich ein Ende. Tradition oder Grenze überschritten? Entdecke die ganze Geschichte und ihre Hintergründe!

Rundtisch-Diskussion anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation ungarndeutscher Kaltensteiner

Die Erinnerungen an Flucht, Verlust und Neubeginn bleiben lebendig: Beim runden Tisch zum 80. Jahrestag der Deportation der Kaltensteiner Ungarndeutschen teilten Zeitzeugen bewegende Geschichten ihrer Vertreibung und ihres Lebens danach. Ihre Berichte zeigen Schmerz, Mut und die tiefe Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Welche Schicksale sich hinter diesen Erinnerungen verbergen? Jetzt weiterlesen und eintauchen!

Die Zerstörung der Dorfgemeinschaften begann bereits im Frühjahr 1944

Im Frühjahr 1944 begann auch in den schwäbischen Dörfern die Zerstörung gewachsener Gemeinschaften. Der Artikel erinnert an jüdische Familien aus Boschok, ihr friedliches Zusammenleben mit der deutschen Bevölkerung – und ihr tragisches Schicksal durch Holocaust, Verschleppung und Vertreibung. Persönliche Geschichten machen das Ausmaß des Verlustes greifbar und mahnen zum gemeinsamen Gedenken.

80 Jahre Vertreibung aus der alten Heimat

Heute vor 80 Jahren begann die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn – als erste Gemeinde traf es das nahe Budapest gelegene Wudersch. Seit über zehn Jahren begehen wir am 19. Januar den Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung. Anlässlich des Gedenktages lesen Sie einen Beitrag des Heimatvertriebenen Johann Geigl aus Plankenhausen/Győrsövényház.

Einige Krümel aus der schon längst vergessenen Kötschinger Mundart (Kötsching 24)

Ein Dorf, eine fast verlorene Stimme: Kötsching/Kötcse war einst eine deutschsprachige Insel im ungarischen Umfeld. Der Beitrag zeigt, wie politische und gesellschaftliche Einflüsse den schleichenden Sprachverlust beschleunigten – und welche wenigen Mundart-Fragmente bis heute überlebt haben. Ein stilles kulturelles Erbe, das bewahrt werden soll.

Aus lebendigen Steinen Gott wohlgefällige geistliche Häuser bauen

Aus tiefem Glauben und unbeirrbarem Pflichtbewusstsein prägte Pfarrer Robert Danielisz über Jahrzehnte die Gemeinde Harkau – in Ungarn wie im hessischen Exil. Sein Wirken für die Vertriebenen, seine Menschlichkeit und sein unerschütterliches Engagement machen ihn bis heute zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Wer war dieser Mann, der „lebendige Steine“ zu geistlichen Häusern formen wollte? Entdecke seine außergewöhnliche Lebensgeschichte im vollständigen Artikel!

„Deutscheste“ Ortschaften Ungarns: (1.1) Sagetal

Ein kleines Dorf mit großer Geschichte: Sagetal zählt heute zu den „deutschesten“ Orten Ungarns – doch hinter den Zahlen stecken bewegende Jahrhunderte voller Neubeginn, Verlust und lebendiger Traditionen. Wie wurde aus einer entvölkerten Siedlung eine blühende ungarndeutsche Gemeinde? Und weshalb lohnt sich ein Blick in ihre Vergangenheit?

Mobile Seelsorge

Ein Stück bewegte Nachkriegsgeschichte: In Hessen fuhren jahrzehntelang Kapellenwagen durchs Land, um heimatvertriebene Katholiken seelsorgerisch zu betreuen. Die „Ostpriesterhilfe“ unter Pater Werenfried van Straaten brachte Glauben, Trost und Gemeinschaft dorthin, wo keine Kirchen standen. Eine außergewöhnliche Mission auf Rädern, die Spuren bis heute hinterließ.

Umstände und Konsequenzen der Siedlungsgeschichte Kötschings/Kötcse. Die seltsame Siedlungsstruktur (Kötsching 23)

Die Siedlungsgeschichte Kötschings offenbart ein bewegtes Bild: Migration statt einmaliger Ansiedlung, religiöse Freiräume unter den Antals, harte Lebensbedingungen mit Seuchen, Hunger und Bedrohung durch wilde Tiere. Trotz hoher Sterblichkeit wuchs das Dorf – mit vielfältigen Siedlungsformen vom Straßendorf bis zum Haufendorf. Ende des 19. Jahrhunderts verdrängte die Magyarisierung das Deutsche fast völlig.
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