Wie viel schwäbisches Erbe lebt heute noch in Ketsching(e)-Tuwoke? Richard Guth begegnet Mundartsprechern, entdeckt überraschend viele deutsche Grabinschriften und hört Erinnerungen an Vertreibung, Zuwanderung und eine einst geschlossene Dorfgemeinschaft. Doch Abwanderung und Sprachverlust verändern den Ort spürbar. Eine Reise zwischen lebendiger Tradition und stillem Wandel. Jetzt weiterlesen und das Dorf neu entdecken!
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Sprache lebt nur, wenn sie im Alltag gesprochen wird. Im Großinterview blickt Prof. Dr. Elisabeth Sándor-Szalay auf zwölf Jahre Minderheitenarbeit zurück, erklärt Stärken und Schwächen des ungarischen Minderheitenschutzes und warnt vor Sprachverlust, Hassrede und indirekter Diskriminierung. Warum Gesetze allein Identität nicht bewahren können – und was sich dringend ändern muss.
Ein altes Klassenfoto öffnet den Blick auf ein fast vergessenes Kapitel der Banater Schwaben: Lager, Flucht, Mehrsprachigkeit und ein Leben zwischen Deutschen, Madjaren und Serben. Richard Guth erzählt anhand der Familiengeschichte von Emmerich Gulyás von Schmerz, Identität und überraschendem Miteinander.
Mit Herzblut rettet Regisseur Norbert Pálinkás in Gallaß/Kalaznó alte schwäbische Bauernhäuser – und macht daraus ein bewegendes Videoprojekt. Zwischen Tradition, Selbstversorgung und Dorferneuerung zeigt er, wie Vergangenheit Zukunft werden kann. Ein spannender Blick auf Heimat, Handwerk und neue Chancen in der Tolnau.
Wer war Dr. Anton Szentfülöpi-König – jener Journalist, der das Bleyer’sche Sonntagsblatt entscheidend prägte? Seine Lebensgeschichte führt von der Batschka über Budapest bis in die Wirren des 20. Jahrhunderts: voller Haltung, Brüche und ungarndeutscher Verantwortung. Ein Blick auf einen fast vergessenen Vorgänger lohnt sich.
In Wemend verwandelt Rita Szelig ihre ungarndeutschen Wurzeln, harte Arbeit und viel Leidenschaft in feine Käseprodukte. Was vor sechs Jahren als Hobby begann, ist heute eine kleine Manufaktur mit wachsender Nachfrage – und großen Plänen für die Zukunft. Wie aus Milch, Mut und Handwerk „Käseműves” wurde?
Jugend als Hoffnungsträger – aber welche Rolle spielt Deutsch wirklich? Richard Guth fragt kritisch nach, warum selbst engagierte ungarndeutsche Jugendliche oft lieber nur auf Ungarisch kommunizieren, obwohl Deutschkenntnisse vorhanden sind. Zwischen Offenheit, Bequemlichkeit und Identitätsfrage entsteht eine wichtige Debatte über Sprache, Zugehörigkeit und Zukunft.
In Wemend wird ungarndeutsche Tradition schon im Kindergarten lebendig: Tracht, Mundart, Handwerk und deutsche Sprache gehören zum Alltag. Doch Sprachverlust, gesellschaftliche Veränderungen und neue pädagogische Herausforderungen prägen die Arbeit sechs Jahre nach dem ersten Besuch. Was hat sich verändert – und was macht Hoffnung?
Nationalitätenpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Alexandros Pouros, designierter Fürsprecher der Ungarngriechen, fordert mehr Mut, Transparenz und eine Rückkehr zum Geist von 2011. Warum er das Wahlrecht, Förderentscheidungen und die Rolle der Fürsprecher kritisch sieht – und welche Chancen er für die griechische Gemeinschaft erkennt?
Die Diasporagemeinde Napkor entdeckt ihre deutschen Wurzeln neu: Einst lebendig, verschwanden Sprache und Identität im Laufe der Zeit. Heute engagiert sich die Gemeinschaft aktiv für Traditionen, Kultur und Erinnerung. Von Wallfahrten bis zu lokalen Festen entsteht neues Bewusstsein für die eigene Herkunft. Was bedeutet Identität in einer Diaspora – und wie lässt sie sich wiederbeleben?
Die historische Wassermühle von Feked steht vor dem Verfall – und rückt nun ins internationale Rampenlicht: Als eines der meistgefährdeten Denkmäler Europas droht ihr das endgültige Aus. Doch es gibt Hoffnung: Mit großem Engagement kämpfen lokale Akteure für ihre Rettung und eine neue Zukunft als Lern- und Erlebnisort. Wird dieses einzigartige Kulturerbe bewahrt?
Wie kann Schule Identität stärken und gleichzeitig modern bleiben? László A. Szabó zeigt, wie innovative Ansätze wie 72-Minuten-Stunden, Gemeinschaftserlebnisse und starke Sprachförderung Schüler erfolgreich begleiten. Doch sinkende Zahlen und Assimilation stellen große Herausforderungen dar. Kann die madjarische Schule langfristig attraktiv bleiben?