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Hauptschriftleiter (Chefredakteur)

Rundtisch-Diskussion anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation ungarndeutscher Kaltensteiner

Die Erinnerungen an Flucht, Verlust und Neubeginn bleiben lebendig: Beim runden Tisch zum 80. Jahrestag der Deportation der Kaltensteiner Ungarndeutschen teilten Zeitzeugen bewegende Geschichten ihrer Vertreibung und ihres Lebens danach. Ihre Berichte zeigen Schmerz, Mut und die tiefe Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Welche Schicksale sich hinter diesen Erinnerungen verbergen? Jetzt weiterlesen und eintauchen!

Ein Bild und die Geschichte dahinter

Ein altes Foto, eine Tracht – und eine bewegende Familiengeschichte zwischen Warschad und der DDR. Über die Facebook-Seite „Sváb kultúra és történetek“ wird Erinnerung lebendig: Christine Thieme erzählt vom Neuanfang ihrer vertriebenen Familie, vom Stolz auf die schwäbische Herkunft und von einer Heimat, die nie verloren ging. Wie prägt Tradition Generationen? Und warum blieb die Verbindung nach Ungarn so stark? Jetzt weiterlesen und eintauchen!

„Wenn die Sprache wegfällt, dann ist alles Tanzen und Singen völlig umsonst”

„Wenn die Sprache wegfällt, dann ist alles Tanzen und Singen völlig umsonst“: Seit 55 Jahren prägt Johann Schuth die ungarndeutsche Medien- und Kulturszene. Im Gespräch blickt der NZ-Chefredakteur auf prägende Momente, redaktionelle Freiheit, Minderheitenpolitik und die Zukunft der Volksgruppe zurück. Warum für ihn alles an der Sprache hängt – und weshalb er dennoch Optimist bleibt, lesen Sie im Interview.

Es könnte eng werden

Die Zahl der Registrierten auf der Deutschen Liste sinkt spürbar – und das Tempo zieht an. Immer mehr Wahlbürger kehren ihr den Rücken, nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei anderen Nationalitäten. Kritiker sehen strukturelle Probleme, ungelöste Gerichtsurteile und wachsende Frustration. Wird das Vorzugsmandat dadurch ernsthaft gefährdet? Ein Blick auf Zahlen, Hintergründe und regionale Trends zeigt: Es könnte eng werden

Die Zerstörung der Dorfgemeinschaften begann bereits im Frühjahr 1944

Im Frühjahr 1944 begann auch in den schwäbischen Dörfern die Zerstörung gewachsener Gemeinschaften. Der Artikel erinnert an jüdische Familien aus Boschok, ihr friedliches Zusammenleben mit der deutschen Bevölkerung – und ihr tragisches Schicksal durch Holocaust, Verschleppung und Vertreibung. Persönliche Geschichten machen das Ausmaß des Verlustes greifbar und mahnen zum gemeinsamen Gedenken.

Reisenotizen (20) Semplin

Eine Reise ins abgelegene Semplin führt nach Komlóška, ins Herz der russinischen Minderheit – und weiter nach Trautsondorf, ein schwäbisches Dorf im Tokajer Weinland. Zwei Orte, zwei Minderheiten, ähnliche Herausforderungen: Abwanderung, Sprachverlust, Identität im Wandel. Landschaftlich bezaubernd, gesellschaftlich nachdenklich stimmend.

Das ungarndeutsche Schulwesen im Wandel

Wie verändert sich das ungarndeutsche Schulwesen in Zeiten von Englisch-Dominanz und Identitätswandel? Im Gespräch gibt Lehrerin Eva Priegl ehrliche Einblicke in Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen rund um Sprache, Tradition und Bildung am Friedrich-Schiller-Gymnasium. Ein Text über Engagement, Hoffnung und die Frage, wie ungarndeutsche Identität weitergegeben werden kann.

„Man kann Minderheitenpolitik nicht aus der Opposition heraus betreiben”

Gregor Gallai, Spitzenkandidat der Deutschen Liste, erklärt im Interview mit der „Népszava“, warum Minderheitenpolitik nur durch Kooperation mit der Regierung wirksam sein kann. Er spricht über Generationenwechsel, Dialogfähigkeit über Parteigrenzen hinweg und seine Haltung zur bisherigen Minderheitenpolitik. Ein spannender Einblick in politische Verantwortung und Gratwanderungen.

Jugend – Pfand der Zukunft

Im Gespräch mit Tamás Taschner, dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Ödenburg, wird klar: Die Zukunft der Gemeinschaft liegt in der Jugend. Mit Workshops, Kurzfilmprojekten, Festen und einer neuen zweisprachigen Homepage will er Identität und Sprache stärken. Trotz Herausforderungen bei den Deutschkenntnissen setzt Taschner auf Engagement, Offenheit und neue Ideen.

Eine Frage des Bekenntnisses

Ein Name ist mehr als nur ein Wort – er ist Erinnerung, Identität und Familienerbe. Ungarndeutsche erzählen, warum sie ihre einst madjarisierten deutschen Familiennamen wieder angenommen haben: aus Stolz, aus Verbundenheit mit den Vorfahren und als Zeichen einer neuen Freiheit. Welche Geschichten, Emotionen und Hürden dahinterstehen, zeigt dieser bewegende Beitrag.

„Wir sind eine Insel”

Die 1000-Seelen-Gemeinde Ratka im Tokajer Weinbaugebiet geht in Ungarn einen einzigartigen Weg: Gemeinderat und Deutscher Siedlungsgemeinderat bilden eine juristische Einheit. Das Modell stärkt Identität, Bildung und Finanzierung – trotz demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Warum Ratka bewusst „eine Insel“ bleiben will und was andere davon lernen könnten, lesen Sie im Artikel.

Herkunft verpflichtet

Herkunft verpflichtet: Die ungarndeutsche Studentin Kinga Magenheim war Delegierte beim ersten Deutsch-Ungarischen Jugendparlament im ungarischen Parlament. Sie spricht über Identität, gelebte Diskussionskultur, historische Verantwortung und ihren Einsatz für die Zukunft der Ungarndeutschen – geprägt von Familiengeschichte und persönlicher Haltung. Ein Porträt über Mut, Engagement und Brückenbauen.

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