Die Diasporagemeinde Napkor entdeckt ihre deutschen Wurzeln neu: Einst lebendig, verschwanden Sprache und Identität im Laufe der Zeit. Heute engagiert sich die Gemeinschaft aktiv für Traditionen, Kultur und Erinnerung. Von Wallfahrten bis zu lokalen Festen entsteht neues Bewusstsein für die eigene Herkunft. Was bedeutet Identität in einer Diaspora – und wie lässt sie sich wiederbeleben?
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Die historische Wassermühle von Feked steht vor dem Verfall – und rückt nun ins internationale Rampenlicht: Als eines der meistgefährdeten Denkmäler Europas droht ihr das endgültige Aus. Doch es gibt Hoffnung: Mit großem Engagement kämpfen lokale Akteure für ihre Rettung und eine neue Zukunft als Lern- und Erlebnisort. Wird dieses einzigartige Kulturerbe bewahrt?
Wie kann Schule Identität stärken und gleichzeitig modern bleiben? László A. Szabó zeigt, wie innovative Ansätze wie 72-Minuten-Stunden, Gemeinschaftserlebnisse und starke Sprachförderung Schüler erfolgreich begleiten. Doch sinkende Zahlen und Assimilation stellen große Herausforderungen dar. Kann die madjarische Schule langfristig attraktiv bleiben?
Wahlkrimi bei den Ungarndeutschen: Wird Gregor Gallai das Mandat sichern – oder droht ein historischer Verlust? Sinkende Registrierungen, politische Spannungen und neue Kräfte wie Peter Magyar sorgen für Nervenkitzel. Zwischen Loyalität, Kritik und Mobilisierung entscheidet sich alles in den letzten Tagen.
Judit Soltész-Hódosi zeigt mit ihrer Instagram-Seite, wie ungarndeutsche Traditionen auch im modernen Alltag ihren Platz finden können. Zwischen Familie, Alltag und Identitätssuche wird deutlich: Wurzeln zu bewahren ist heute eine bewusste Entscheidung. Ihre Mission: inspirieren, verbinden und Mut machen, das eigene Erbe neu zu entdecken.
Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln: Immer mehr Menschen in Ungarn entdecken ihre deutsche Herkunft neu. Doch was bedeutet Identität heute – und welche Rolle spielen Sprache, Engagement und Gemeinschaft? Der Artikel zeigt, warum Herkunft nicht nur Erinnerung ist, sondern auch Verantwortung bedeutet
Die Erinnerungen an Flucht, Verlust und Neubeginn bleiben lebendig: Beim runden Tisch zum 80. Jahrestag der Deportation der Kaltensteiner Ungarndeutschen teilten Zeitzeugen bewegende Geschichten ihrer Vertreibung und ihres Lebens danach. Ihre Berichte zeigen Schmerz, Mut und die tiefe Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Welche Schicksale sich hinter diesen Erinnerungen verbergen? Jetzt weiterlesen und eintauchen!
Ein altes Foto, eine Tracht – und eine bewegende Familiengeschichte zwischen Warschad und der DDR. Über die Facebook-Seite „Sváb kultúra és történetek“ wird Erinnerung lebendig: Christine Thieme erzählt vom Neuanfang ihrer vertriebenen Familie, vom Stolz auf die schwäbische Herkunft und von einer Heimat, die nie verloren ging. Wie prägt Tradition Generationen? Und warum blieb die Verbindung nach Ungarn so stark? Jetzt weiterlesen und eintauchen!
„Wenn die Sprache wegfällt, dann ist alles Tanzen und Singen völlig umsonst“: Seit 55 Jahren prägt Johann Schuth die ungarndeutsche Medien- und Kulturszene. Im Gespräch blickt der NZ-Chefredakteur auf prägende Momente, redaktionelle Freiheit, Minderheitenpolitik und die Zukunft der Volksgruppe zurück. Warum für ihn alles an der Sprache hängt – und weshalb er dennoch Optimist bleibt, lesen Sie im Interview.
Die Zahl der Registrierten auf der Deutschen Liste sinkt spürbar – und das Tempo zieht an. Immer mehr Wahlbürger kehren ihr den Rücken, nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei anderen Nationalitäten. Kritiker sehen strukturelle Probleme, ungelöste Gerichtsurteile und wachsende Frustration. Wird das Vorzugsmandat dadurch ernsthaft gefährdet? Ein Blick auf Zahlen, Hintergründe und regionale Trends zeigt: Es könnte eng werden
Im Frühjahr 1944 begann auch in den schwäbischen Dörfern die Zerstörung gewachsener Gemeinschaften. Der Artikel erinnert an jüdische Familien aus Boschok, ihr friedliches Zusammenleben mit der deutschen Bevölkerung – und ihr tragisches Schicksal durch Holocaust, Verschleppung und Vertreibung. Persönliche Geschichten machen das Ausmaß des Verlustes greifbar und mahnen zum gemeinsamen Gedenken.
Eine Reise ins abgelegene Semplin führt nach Komlóška, ins Herz der russinischen Minderheit – und weiter nach Trautsondorf, ein schwäbisches Dorf im Tokajer Weinland. Zwei Orte, zwei Minderheiten, ähnliche Herausforderungen: Abwanderung, Sprachverlust, Identität im Wandel. Landschaftlich bezaubernd, gesellschaftlich nachdenklich stimmend.