Beherzte Einsätze für einen nationalen Geschichtskonsens

Martin Haris verbindet Honvéd-Traditionspflege, Musik und mutige Geschichtsaufarbeitung: In Ödenburg und Harkau setzt er Zeichen für Erinnerung, Dialog und einen gemeinsamen nationalen Geschichtskonsens. Warum lebendige Erinnerung mehr ist als ein Denkmal – und was sie für Ungarn bedeuten kann?

Vertreibung aus Kirne/Környe-Erinnerungen: Paula Steger

„Morgens mussten wir auch packen, die Eltern durften pro Person lediglich zwanzig Kilo mitnehmen. Wir hatten etwas Gold und US-Dollar, die hat meine Mutter in den Rock eingenäht, deshalb musste ich mit soldatischer Disziplin sitzen, damit aus meiner Kleidung nichts runterrutscht. Wir wurden mit einem Laster zum Bahnhof gebracht. Wir Kinder genossen es ja sehr. Wer konnte damals auf einem

Vertreibung aus Kirne/Környe-Erinnerungen: Bella Fegyveres

Montag (21. Januar) Sechs Tage lang stellen wir dank Rebeka Csóti Erinnerungen von Menschen aus Kirne/Környe vor, deren Familien von der Vertreibung betroffen und getroffen waren. Der dazugehörige Artikel ist am 19. Januar 2018 auf dem Portal „index.hu” erschienen. Bella Fegyveres „Ich wurde in Kirne geboren, meine Eltern haben 1942 oder 1944 ein Haus im Ortsteil Patar gekauft. Mich konnte

Vertreibung aus Kirne/Környe-Erinnerungen: Anna Haffner

Sonntag (20. Januar) Sechs Tage lang stellen wir dank Rebeka Csóti Erinnerungen von Menschen aus Kirne/Környe vor, deren Familien von der Vertreibung betroffen und getroffen waren. Der dazugehörige Artikel ist am 19. Januar 2018 auf dem Portal „index.hu” erschienen. Anna Haffner „Mein Vater war Mitglied beim Volksbund, so haben wir damit gerechnet, dass man uns 1945 unseres Hauses verweisen wird.

Geschehen vor 70 Jahren: „Wir mussten unser Zuhause in ein Bündel packen” (Teil 1)

Von Rebeka Csóti. Erstmalig erschienen am 19. Januar 2018 auf dem Internetportal „index.hu”. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der aus Kirne stammenden Autorin. Deutsche Übersetzung: Richard Guth __________________________________________ Die Einführung zu den Zeitzeugenerinnerungen enthält noch einige Ungenauigkeiten, interessant und wertvoll sind hingegen die Berichte der Zeitzeugen,  die wir in den nächsten Tagen einzeln veröffentlichen werden. ___________________________________________ „Eines Tages kamen dann die

Olivia Schubert: Der Zusammenhalt gibt uns innerhalb der ungarndeutschen Gemeinschaft Zuversicht und Hoffnung

Pressemitteilung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen   Eine beeindruckende, mit Preisverleihung verbundene Gala veranstaltete die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen am 12. Januar im Kongresszentrum Budapest. Niveauvolle Ensembles und preisgekrönte Kulturgruppen der Ungarndeutschen brachten das Galaprogramm auf die Bühne. Großen Applaus ernteten die zahlreichen, vor allem aus dem Volkslied-, Volksmusik- und Volkstanzgut der Ungarndeutschen schöpfenden Produktionen. Die Landesselbstverwaltung widmete die diesjährige Gala Otto

Reaktion Koloman Brenners auf die Kritik von Johann Till

von Dr. Koloman Brenner, Parlamentsabgeordneter   Ein Satz und viel Verleumdung Obwohl meine Entscheidung, als Kandidat der rechtskonservativen Jobbik-Partei anzutreten und in der Fraktion derselben als gewählter Abgeordneter zu wirken zweifelsohne hinterfragt und diskutiert werden kann (gern auch mit mir persönlich), finde ich die Auslassungen von Herrn Till, die im Wesentlichen auf einen einzigen, aus dem Kontext gerissenen Satz in

Johann Till: Angekommen

Ungarndeutscher Parlamentarier bei rechtsnationaler JOBBIK-Partei Der ungarndeutsche Universitätsdozent (Germanist) in Budapest, Koloman Brenner, hat im Zuge der jüngsten Parlamentswahlen im Frühjahr 2018 endlich seine politische Heimat gefunden, wie er mit spürbarer Freude in einem Interview des Internetforums „Mein Mitteleuropa“ kundtut. In der Partei der rechtsnationalen Partei JOBBIK fühle er sich politisch angekommen, bekennt Brenner, der seit langem bzw. lange Zeit

Filmempfehlung: Die Elsässer- Eine Familiensaga (1996)

Dieser Vierteiler ist eine der größten europäischen Fernsehproduktionen der 90er Jahre. Er erzählt die Geschichte einer elsässischen Industriellenfamilie und des Dorfes Alsheim zwischen 1870 und 1953, über drei Kriege hinweg. Es ist zugleich die Geschichte einer Region: des Elsass, der „schönen Provinz“ mit einer ruhmreichen Vergangenheit. Diese Gegend wurde durch die Geschichte und Rivalität der zwei Großmächte Deutschland und Frankreich

Sloweniendeutsche: VLÖ weist die Äußerungen des slowenischen Außenministers zurück

Pressedienst des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) von Ing. Norbert Kapeller Die offizielle Anerkennung der deutschen altösterreichischen Minderheit in Slowenien ist für den VLÖ unumgänglich   „Natürlich können wir solche Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen“, sind sich die Verbandsvertreter des VLÖ, allen voran VLÖ-Präsident Dipl.-Ing. Rudolf Reimann und VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller einig und weisen die jüngsten

Für eine ungarndeutsche Zukunft

von Richard Guth Verein für Ungarndeutsche Kinder (VUK) feiert zwanzigsten Geburtstag „Ein Volk ohne Kenntnis seiner Geschichte, seines Ursprungs und seiner Kultur ist wie ein Baum ohne Wurzeln. Der VUK versucht als Verein auch sehr viel zu unternehmen, damit diese Worte nicht auf taube Ohren stoßen, so dass der Baum Wurzeln lässt und diese auch den notwendigen Nährboden vorfinden“, sagte

Vertreibung aus Magotsch/Mágocs – Hegyháter Geschichten II.

Die deutsche Geschichte des Branauer Bergrückens (Hegyhát) ist landesweit und auch regional wenig bekannt, obwohl das Gebiet der Nordwestbranau bis zur Vertreibung über sehr viele rein deutsche Dörfer und auch Kleinstädte wie Magotsch/Mágocs, Schaschd/Sásd oder Gödring/Gödre verfügte. Das Schicksal dieser Region gehört zu den traurigsten des Ungarndeutschtums, da in den früher rein deutschen Dörfern heute wenige Deutsche leben oder es

Weihnachtslied „Stille Nacht” ist 200 Jahre alt

„Stille Nacht” – dieses Lied gilt weltweit als das bekannteste Weihnachtslied. In dieser Weihnachtszeit jährt sich zum 200. Mal seine Uraufführung im österreichischen Oberndorf bei Salzburg. Geplant war der Welterfolg nicht – das Weihnachtslied entstand aus blanker Not und war im Grunde Improvisation. Das Salzburger Land ist nach den Jahren um 1815 völlig ausgezehrt. Die Kriege gegen Napoleon haben Hunger

Großer Schritt für die Zweisprachigkeit in Ungarn!

Sowohl die deutsche Nationalitätenselbstverwaltung als auch die Stadtverordnetenversammlung von Werischwar/Pilisvörösvár unterstützen die Initiative der Jakob Bleyer Gemeinschaft um nach slowakischem Muster die Ortsbezeichnungen im Bahnverkehr auch in der Minderheitensprache (über einem gewissen Anteil in der Bevölkerung der Gemeinde) auszuschildern. Nach der Sitzung der Werischwarer Stadtverordnetenversammlung wurde Bürgermeister Stefan Gromon mit der Kontaktaufnahme mit den Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) beauftragt. Die JBG

SB-Weihnachts-Interview mit Dr. Tamás Fabiny, Landesbischof der evangelischen Kirche in Ungarn

SB: Herr Bischof Dr. Fabiny, wir sitzen zusammen bei einem Kaffee, und ich unterhalte mich mit Ihnen, einem ungarischen Geistlichen, auf Deutsch. Für mich, einen ungarndeutschen Katholiken, eine eher ungewöhnliche (sprachliche) Situation. Wo haben Sie sich die deutsche Sprache angeeignet? TF: Als Kind habe ich von meinem Opa Deutsch gelernt. Er sprach fließend Deutsch wegen der Monarchie-Zeit und wollte seinen

Fast 60 Prozent der Italiener unterstützen den Doppelpass der Südtiroler

Bozen – Der Heimatbund hat bei der Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier eine repräsentative Meinungsumfrage vorgestellt, aus der hervorgeht, dass sich 59 Prozent der Italiener für eine Vergabe der doppelten Staatsbürgerschaft an die Südtiroler aussprechen. Die Süd-Tiroler Freiheit sieht angesichts dieser Umfrage die letzte Hürde zur Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler beseitigt. Die Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut „DEMETRA“ unter Italienern in allen

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