Lindenbaum erinnert an das Leid vor 80 Jahren

Eine Linde als lebendiges Mahnmal: 80 Jahre nach der Vertreibung aus Plankenhausen wird Geschichte greifbar. Die bewegende Gedenkfeier verbindet Erinnerung, Schmerz und Hoffnung auf Versöhnung. Persönliche Schicksale, gemeinsames Gedenken und ein starkes Zeichen für Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Was bedeutet Heimat – damals und heute?

Das Groß-Biberauer Bewusstsein. Kolonisationsgeschichte der hessischen Sekundärgemeinde Kötsching/Kötcse (Teil 16)

Von Prof. em. Dr. Zoltán Tefner Die alten Römer haben die Wahrheit manchmal besser verfasst, als es wir heute in unserer „modernen” Zeit tun. „Accidit in puncto, quod non speratur in anno.“ In einem Augenblick kann geschehen, was man sich in einem Jahr nicht erhofft hätte. So etwas passierte mehrmals während der langen Zeit, in der der Autor dieses Artikels

Es ist nicht gut um den ungarischsprachigen Unterricht in Siebenbürgen bestellt – er kämpft ums Überleben

(A fennmaradásért küzd, és nem áll jól az erdélyi magyar nyelvű oktatás) ______________________________________________________ Der Beitrag von Noémi Martini ist in der Wochenzeitschrift für Wirtschaft und Politik „HVG” erschienen (13/2023). Zweitveröffentlichung in deutscher Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Deutsche Übersetzung: Richard Guth Die ungarischen/madjarischen Schulen in den Nachbarländern schließen der Reihe nach ihre Pforten: Die Zahl der Schüler nimmt ab,

Auf den Spuren der Schwaben umarmt von den Wäldern der Tolnau

Ein Beitrag von Stefánia Szabó. Erschienen auf der Internetseite magyarmezogazdasag.hu am 21. 08. 2021. Aus dem Ungarischen von Annkristin Teichert. _______________________________________ Dichte Wälder, hoch aufragende Bäume und Wildblumenwiesen bedecken den Tolnauer Bergrücken (Tolnai-hegyhát), der von Tälern und Schluchten durchzogen wurd. Die Tolnauer Grüne Route verbindet die kleinen Dörfer, die sich in der Stille verstecken. Die Geschichte der Dörfer, die reich

In kulturpolitischer Mission

Zu Besuch bei der überparteilichen Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ in Bayreuth _____________________________________________ Von Richard Guth Alles begann mit einer Idee: Der saarländische Unternehmer Dr. Kurt Linster war an den damaligen VDA-Bundesvorsitzenden und späteren Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk herangetreten, um einen Kulturpreis mit 50.000 DM-Preisgeld zu gründen. So wurden alle zwei Jahre deutsche bzw.

Reisenotizen spezial – Zips / Bodwatal

Von Martin Szanyi (August 2023) Als ich der JBG-Studienfahrt in die Slowakei zustimmte, hatte ich keine Ahnung, was mich in der Zips erwarten wird. Eine Reise mit neuen Leuten zu unbekannten Orten und Menschen. Die Landschaft wurde immer hügeliger, als wir in Richtung Kaschau/Košice fuhren. Nach dem Ortsschild von Košice erblickten wir die aufstrebenden Plattenbausiedlungen und die verrosteten Schienen der

Wir gedenken der ungarländischen Schwaben

________________________________________________________________________________________________ Bischöfliches Archiv Stuhlweißenburg/Székesfehérvár, Schreiben 7341 Der handgeschriebene Brief von Pfarrer István Tőke auf Ungarisch an das Ordinariat, 16. März 1946: „Hochachtungsvoll erstatte ich Bericht, dass gestern die Vertreibung der Schwaben aus Edeck/Etyek durchgeführt wurde, die Kampfgeräuschte verstummten und genauso die Polizeieinheiten abgezogen wurden: 500 Menschen, 300 Beamte…” „Wie es in diesen drei Wochen zugegangen ist, wie das Befreiungskomitee die

Aus Liebe zum Wein

Dr. Joachim Beck ist der Eigentümer, Ideengeber und Betreiber der Beck’s Borveranda in Palkan/Palkonya. Die Idee, Borveranda zu eröffnen, beruht auf seiner Familiengeschichte. Die Vorfahren von Herrn Beck sind nachweislich in der Zeit um 1711 nach Ungarn eingewandert. 1946 wurden die Eltern wegen der Bekenntnis zum Deutschtum bei der Volkszählung 1941 vertrieben. Herr Beck ist Deutschland geboren, aber sein Universitätsstudium

Jink 300

Fotobuch gedenkt deutscher Vergangenheit einer Tolnauer Gemeinde ______________________________ „Die Vergangenheit ist der Hafen der Erinnerungen im Sturm der Zeit“ (Andre Comte-Sponville) Von Josef Kiss Unter diesem Motto entstand zu Pfingsten 2022 das heimatgeschichtliche Fotobuch von Jink/Gyönk. Das Fotobuch „ Die Vergangenheit lebt mit uns“ bekam diesen Titel nach einer Ausstellung von alten Fotos anlässlich der Errichtung der Gedenktafel im Jahre

Erinnerungen an Richard Wagner (1952-2023) – Die frühen Banater Jahre

Von Dr. Hans Dama  Als Junglehrer hatte ich 1966 meine ersten drei Dienstjahre an der deutschen Abteilung des Lyzeums in der Banater Großgemeinde Perjamosch angetreten, wo damals u.a. auch Richard Wagner als Schüler diese Schule besuchte, ich jedoch in seiner Klasse nicht unterrichtete. Als ich dann im Herbst 1969 dienstlich in meine Heimatstadt Großsanktnikolaus wechselte, unterrichtete ich an der Deutschen

Klatschtanten und Beifallhusaren

Von Robert Becker Sein eigenes Leben macht man sich nicht immer selber schwer, wobei man im Rückblick betrachtet, eigene Mitschuld dessen zum Trotz oft ohne Mühe entdecken kann. Hindernisse aller Art können jedoch nur im seltensten Fall einfach den Umständen in die Schuhe geschoben werden, konkreten Menschen aber, die diese Verhältnisse oft unter zu anerkennender Mühe herbeigeführt und mit dem

Wer sind die Donauschwaben? – 1000 Jahre deutsche Präsenz in Ungarn

Von Annkristin Teichert Bei den Ungarndeutschen meint man, sie wären schon immer da gewesen. Das stimmt auch beinahe, denn die ersten deutschsprachigen Gruppen kamen vor circa 1000 Jahren in das im Jahr 1000 gegründete Königreich Ungarn. Aber warum haben sie die deutschen Gebiete verlassen und sich im neuen Königreich Ungarn niedergelassen? Die Antwort auf die Frage, was die deutschen Gruppen

Reisenotizen (14) – Donausiedlung Darmstadt

Von Richard Guth (Dezember 2022) Das Navigationsgerät verlangt nach einem Suchbegriff. Hm, „Heimstättensiedlung” könnte passen. Das Navi wird aber nicht fündig, lediglich eine „Heimstättensiedlungsapotheke” wird als Ergebnis angeboten. Ob die Apotheke irgendetwas mit der Donausiedlung und den Heimatvertriebenen zu tun hat? Ratlosigkeit! Erst später wird sich zeigen, dass diese Apotheke durchaus einiges für den interessierten Betrachter zu bieten hat, aber

Mit künstlerischen Mitteln für den Erhalt von Sprache und Kulturerbe

SB-Gespräch mit DBU-Intendantin Katalin Lotz anlässlich des 40. Geburtstags der ungarndeutschen Spielstätte _____________________________________________ SB: Frau Lotz, über welche Informationen und Erinnerungen verfügen Sie bezüglich der Gründung(-szeit) der Deutschen Bühne Ungarn vor 40 Jahren? KL: Um über die Gründung des Theaters mehr zu erfahren, habe ich den ersten Direktor des Theaters, János Kaczián, befragt. Von ihm erfuhr ich Folgendes: Als Ausgangspunkt

Deutsch-ungarndeutsche Begegnungen (4): Segel setzen

Von Nicolaj Nienhaus Nach vier Monaten in Baaja kam Anfang Juni der Zeitpunkt sich zu verabschieden: von Freunden, Kindern, Kolleginnen und Kollegen, dem Ort, der Gemeinschaft. Es war Zeit einen Schlussstrich zu ziehen und diesen möchte ich gern mit Ihnen teilen: Ich hatte in der Zeit seit Ende Februar die Gelegenheit in eine organisierte und strukturierte Gemeinschaft einzutauchen. Ohne viel

Großteil der Kürzungspläne abgewendet – dennoch Einschnitte zu erwarten

Von Richard Guth Vor einigen Wochen haben wir von Kürzungsplänen der ungarischen Regierung bei der Nationalitätenförderung berichtet (https://sonntagsblatt.hu/2023/06/18/haushalt-2024-spuerbare-kuerzung-bei-der-nationalitaetenfoerderung/). Geplant war eine Kürzung der staatlichen Unterstützung für Nationalitätenorganisationen, Freizeitaktivitäten wie Sommerlager, für das Lehrerprogramm oder Institutionen um 726 Millionen Forint (1,94 Millionen Euro), was den Nationalitätenausschuss unter dem Vorsitz des deutschen Abgeordneten Emmerich Ritter schnell auf den Plan rief. Der Großteil

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