Lindenbaum erinnert an das Leid vor 80 Jahren

Eine Linde als lebendiges Mahnmal: 80 Jahre nach der Vertreibung aus Plankenhausen wird Geschichte greifbar. Die bewegende Gedenkfeier verbindet Erinnerung, Schmerz und Hoffnung auf Versöhnung. Persönliche Schicksale, gemeinsames Gedenken und ein starkes Zeichen für Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Was bedeutet Heimat – damals und heute?

Madjarischer Plan B

Madjarischer Plan B: Man würde in der Karpatoukraine die Kinder aus dem staatlichen Schulwesen herüberretten (Magyar B-terv: kimenekítenék a gyerekeket az állami iskolarendszerből Kárpátalján) Anfang Dezember verabschiedete der Oberste Rat der Ukraine einen Gesetzesentwurf, der die restriktiven (und vielmehr geplant restriktiven) Bestimmungen gegenüber den autochtonen Minderheiten insbesondere auf dem Gebiet des muttersprachlichen Unterrichts aufhob. Demnach soll der Unterricht in der

Reisenotizen (15) – Pirano

Von Richard Guth (Juli 2023) Durch buchstäblich blühende Landschaften führt der Weg aus Italien diesmal in die Hafenstadt Pirano/Piran an der slowenischen Adriaküste. Es hat viel in den letzten Wochen geregnet und das ging auch nicht spurlos an der Vegetation vorbei: im Gegensatz zum gewöhnlichen Einheitsgelb – ein Zeichen der sommerlichen Trockenheit – herrscht allseits Grün. Piran/Pirano steht akkurat auf

Es ist so schön ein Musikant zu sein

Kapelle Saarer Drei im SB-Gespräch  _________________________ SB: Ihr habt vor kurzem das zehnte Jubiläum eures Bestehens gefeiert – was waren die Ereignisse, die euch in den letzten zehn Jahren am meisten in Erinnerung geblieben sind? SD: Wir haben in diesen zehn Jahren viele schöne Erinnerungen gesammelt. Natürlich waren die ersten erfolgreichen Auftritte und die vielen Worte der Ermutigung, Wertschätzung und

Selbstkritische Bemerkungen über die Irrwege in der Wissenschaft. Kolonisationsgechichte der hessischen Sekundärgemeinde Kötsching/Kötcse (Teil 17)

Von Prof. Dr. Zoltán Tefner Errare humanum est – lautet das Sprichwort der alten Römer. Nicht anders ist es jedenfalls in der Volkskundeforschung und in der Ortsgeschichte. Manchmal ist es eine Sache von Missverständnissen: Die interwievten Augenzeugen sagen etwas und das Gesagte wird vom Forscher falsch verstanden. So ist es auch im Falle der Herkunftsgeschichte von Kötsching: Biebreau–Biebergau. Der Unterschied

Das Erbe (7) – Blogeintrag widmet sich der Geschichte der Deutschen im Waschoner Becken

Von Richard Guth Ein bemerkenswerter Beitrag ist im Blog „Vázsonykő” Anfang 2022 anlässlich des Gedenktages der Verschleppung und Vertreibung erschienen („De hisz mi mind magyarok vagyunk!” – a Vázsonyi-medence német gyökerei). Autor des Beitrags ist Dr. Csanád Kandikó. Der Artikel beschäftigt sich mit der Geschichte der deutschen Gemeinschaft in und rund um Großwaschon/Nagyvázsony nördlich des Plattensees. Genauer gesagt geht es

Pionierarbeit

40 Jahre zweisprachiger deutscher Nationalitätenunterricht in Deutschbohl/Bóly  _____________________________ Von Richard Guth „Bereits in den siebziger Jahren brachte der deutsche Sprachunterricht nicht die erwarteten Ergebnisse hervor, so suchten der Demokratische Verband der Deutschen in Ungarn, das Ministerium für Bildung und Kultur und das Pädagogische Institut jahrelang nach neuen Lösungen. Sie sahen die Möglichkeit in der Zweisprachigkeit in der Grundschule. Sie suchten

Wenn das, was fertig ist, nur immer auch vollendet wäre: Peter Rosegger – vor 180 Jahren geboren

Von Dr. Hans Dama Über Generationen wurden Peter Roseggers packende Texte in Deutsch-Lehrbüchern vermittelt, wie etwa Als ich noch der Waldbauernbub war, Als dem kleinen Maxl das Haus niederbrannte u. a. Sein Geburtsort bzw. -haus auf dem Alpl, die Waldheimat, wo Peter Rosegger (eigentlich Roßegger) am 31. Juli 1843 als das älteste von sieben Kindern des Waldbauern Lorenz Roßegger und

Zeitzeugen im Gespräch (3) – A. Desiderius Hufnagel

„Ich fühle mich immer noch als Ungar” – Albert Desiderius Hufnagel (86) _____________________________________ Von Richard Guth Das Telefon klingelte an diesem Endmärztag in dem Eckhaus inmitten der Darmstädter Donausiedlung ununterbrochen. Kein Wunder, denn mein Gesprächspartner, Albert Desiderius Hufnagel, feierte an diesem Tag seinen 86. Geburtstag. Der Zettel mit den Kontaktdaten, die ich bei meinem letzten Besuch in der Donausiedlung von

Ein Franke lernt Polka

Unser Alltag aus Sicht eines Deutschen –  Pörschke-Trilogie nach „Heimatlos“ und „Lissi“ nun vollendet ________________________________________ Eine Filmbewertung von Martin Szanyi „Ich wünsche, dass wir durch ihn erkennen, wo wir uns stärken müssen um im übertragenen Sinne richtig, temperamentvoll und authentisch Polka tanzen zu können“, so Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der LdU, in ihrer Eröffnungsrede. Die Uraufführung des Dokumentarfilms von Udo Pörschke

Über Theater Deutschsein erleben

Internationales Deutschsprachiges Theaterfestival in Esseg _____________________________________ Zum 22. Mal fand zwischen dem 23. und 25. Juni 2023 das Internationale Theaterfestival in Kroatien statt, finanziert wurde es vom Rat für nationale Minderheiten in Kroatien. Neben den Kroaten kamen Gäste aus den Nachbarländern Serbien, Ungarn sowie aus Rumänien, Polen und einer Schule aus Kasachstan. Über diese Veranstaltung führte Ibolya Lengyel-Rauh Interviews, zuerst

Eine kleine, gut organisierte Gemeinschaft

Zu Gast bei den Karpatendeutschen – Begegnung, Kontaktpflege und Kooperationsausbau standen im Mittelpunkt der Studienfahrt ______________________________________ Von Richard Guth (Ostslowakei, 9./10. August 2023) Im Windschatten der Kaschauer Altstadt befindet sich eine für die deutsche Gemeinschaft wichtige „Machtzentrale”: der Sitz des Karpatendeutschen Vereins (KDV). „Machtzentrale“ strahlt immer etwas Weltfremdes, etwas Abgehobenes aus, deswegen die Anführungsstriche. Denn auf der Studienfahrt der JBG,

Erkel Ferenc oder Franz Erkel – das Leben des Komponisten der Hymne und der Oper Bánk bán

Von Annkristin Teichert Franz Erkel ist einer der bekanntesten Musiker und war einer der einflussreichsten Komponisten des 19. Jahrhunderts in Ungarn. Er komponierte die Musik zu Kölcseys Hymne. Erkel wird auch für die Schaffung der ungarischen Nationaloper geschätzt. Was jedoch nicht so bekannt ist, ist seine deutsche Herkunft. Über die Abstammung der Familie von Franz Erkel gibt es verschiedene Hypothesen.

Hoch soll er leben! Georg Krix zum 95.

Von Stefan Pleyer Die Jakob Bleyer-Gemeinschaft und die Redaktion des Sonntagsblattes gratuliert ihrem Gründer und ehemaligen Vorsitzenden Georg Krix anlässlich seines 95. Geburtstages Der Gründer und ehemalige Vorsitzende der Jakob Bleyer Gemeinschaft sowie der erste Schriftleiter des von ihm neugegründeten Sonntagsblattes, Georg Krix, feiert heute seinen 95. Geburtstag. Georg Krix ist 1928 in einer donauschwäbischen Familie mit oberschwäbischen Wurzeln im

Eine evangelische Gemeinde im Wandel der Zeit

Im Gespräch mit dem Jerkinger Ortshistoriker Johann Brunn ___________________________________________________ SB: Herr Brunn, Sie sind als Ortshistoriker gewissermaßen ein Jerkinger Urgestein – erzählen Sie bitte ein wenig über sich selbst, Ihren Werdegang, aber auch über Ihre Familie! JB: Ich bin 1947 in Jerking/Györköny geboren. Meine Eltern waren beide deutscher Abstammung. Mein Vater war damals ein selbständiger Landwirt. Nach der Kollektivierung wurde

142.000 oder 88.000? An den Rand der Volkszählung

Von Patrik Schwarcz-Kiefer Wie das Sonntagsblatt berichtete, gibt es laut dem Statistischen Landesamt KSH 142 000 Ungarndeutsche im Lande. Diese Zahl, wie ich das früher auch betont habe, ist dank der Frage nach der im Familien- und Freundeskreis benutzen Sprache, wo viele aus Unverständnis Deutsch angeben, so hoch, und so werden diese, ohne das zu wollen, zu Ungarndeutschen. Laut KSH

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