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Hauptschriftleiter (Chefredakteur)

Reisenotizen (20) Semplin

Eine Reise ins abgelegene Semplin führt nach Komlóška, ins Herz der russinischen Minderheit – und weiter nach Trautsondorf, ein schwäbisches Dorf im Tokajer Weinland. Zwei Orte, zwei Minderheiten, ähnliche Herausforderungen: Abwanderung, Sprachverlust, Identität im Wandel. Landschaftlich bezaubernd, gesellschaftlich nachdenklich stimmend.

Das ungarndeutsche Schulwesen im Wandel

Wie verändert sich das ungarndeutsche Schulwesen in Zeiten von Englisch-Dominanz und Identitätswandel? Im Gespräch gibt Lehrerin Eva Priegl ehrliche Einblicke in Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen rund um Sprache, Tradition und Bildung am Friedrich-Schiller-Gymnasium. Ein Text über Engagement, Hoffnung und die Frage, wie ungarndeutsche Identität weitergegeben werden kann.

„Man kann Minderheitenpolitik nicht aus der Opposition heraus betreiben”

Gregor Gallai, Spitzenkandidat der Deutschen Liste, erklärt im Interview mit der „Népszava“, warum Minderheitenpolitik nur durch Kooperation mit der Regierung wirksam sein kann. Er spricht über Generationenwechsel, Dialogfähigkeit über Parteigrenzen hinweg und seine Haltung zur bisherigen Minderheitenpolitik. Ein spannender Einblick in politische Verantwortung und Gratwanderungen.

Jugend – Pfand der Zukunft

Im Gespräch mit Tamás Taschner, dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Ödenburg, wird klar: Die Zukunft der Gemeinschaft liegt in der Jugend. Mit Workshops, Kurzfilmprojekten, Festen und einer neuen zweisprachigen Homepage will er Identität und Sprache stärken. Trotz Herausforderungen bei den Deutschkenntnissen setzt Taschner auf Engagement, Offenheit und neue Ideen.

Eine Frage des Bekenntnisses

Ein Name ist mehr als nur ein Wort – er ist Erinnerung, Identität und Familienerbe. Ungarndeutsche erzählen, warum sie ihre einst madjarisierten deutschen Familiennamen wieder angenommen haben: aus Stolz, aus Verbundenheit mit den Vorfahren und als Zeichen einer neuen Freiheit. Welche Geschichten, Emotionen und Hürden dahinterstehen, zeigt dieser bewegende Beitrag.

„Wir sind eine Insel”

Die 1000-Seelen-Gemeinde Ratka im Tokajer Weinbaugebiet geht in Ungarn einen einzigartigen Weg: Gemeinderat und Deutscher Siedlungsgemeinderat bilden eine juristische Einheit. Das Modell stärkt Identität, Bildung und Finanzierung – trotz demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Warum Ratka bewusst „eine Insel“ bleiben will und was andere davon lernen könnten, lesen Sie im Artikel.

Herkunft verpflichtet

Herkunft verpflichtet: Die ungarndeutsche Studentin Kinga Magenheim war Delegierte beim ersten Deutsch-Ungarischen Jugendparlament im ungarischen Parlament. Sie spricht über Identität, gelebte Diskussionskultur, historische Verantwortung und ihren Einsatz für die Zukunft der Ungarndeutschen – geprägt von Familiengeschichte und persönlicher Haltung. Ein Porträt über Mut, Engagement und Brückenbauen.

Veränderte Rahmenbedingungen

Ein Wahlgeograf enthüllt spannende Hintergründe zur überraschenden Nominierung von Gregor Gallai. Warum wurde Ritter ersetzt – und lässt Fidesz damit das deutsche Mandat los? Neue Dynamiken, interne Spannungen in der LdU und ein möglicher Kurswechsel sorgen für Zündstoff. Gallai gilt als autonomer, doch seine Rolle bleibt unklar. Wird er neue Wähler überzeugen können? Ein politisches Puzzle, das neugierig macht!

Noch nicht am Ziel angekommen

Noch immer nicht am Ziel: Der Artikel beleuchtet kritisch, wie weit die ungarndeutschen Selbstverwaltungen 30 Jahre nach ihrer Einführung wirklich gekommen sind. Trotz wichtiger Trägerschaftsrechte fehlt es an Einfluss, Nachwuchs und mutigen Schritten Richtung echter Zwei- oder Einsprachigkeit. Warum jetzt die „24. Stunde“ schlägt und was auf dem Spiel steht, erfährst du im vollständigen Beitrag.

Keine Sammlung von staubigen Gegenständen

Über 100 ungarndeutsche Heimatmuseen – aber ganz sicher keine „Sammlungen staubiger Gegenstände“: Katharina Bachmann bereist mit „frischem Blick“ die erzählenden Häuser des Landes, trifft engagierte Ehrenamtliche und entdeckt Schätze von Webstuhl bis Hebammenkoffer. Wie werden diese Orte zu lebendigen Lernräumen für Kinder und Jugendliche – auch ohne Digitaltechnik?

Aus der Seele gesprochen

Eine Ausstellung, die unter die Haut geht – Im Hessenpark erzählen Besucher bewegende Geschichten über Flucht, Vertreibung und Neuanfang. Von Pommern bis Ostpreußen, vom Sudetenland bis Aserbaidschan spiegeln ihre Worte Schmerz, Dankbarkeit und Hoffnung wider. Die lose gesammelten Stimmen verbinden Generationen – und zeigen: Heimatverlust kennt keine Grenzen. Lies weiter und lass dich berühren!

„Wollende“ Herzen begeistern

Ein Gespräch voller Herz und Engagement: Josef Manz, neuer LdU-Beirat für Muttersprache und Identität, spricht über die Bedeutung von Sprache, Kultur und Gemeinschaft. Er zeigt, wie „wollende Herzen“ die Zukunft der Ungarndeutschen mitgestalten können – durch Bildung, Jugendprojekte und mutiges Bekenntnis zur Herkunft.

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