Was haben Hutzelsonntag, Schweineschlachten und alte ungarndeutsche Bräuche gemeinsam? Sie verbinden Menschen über regionale Grenzen hinweg! Mit dem Projekt „Rund um das Jahr, rund um das Land“ bringt die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen 24 Gruppen zusammen, um Traditionen neu zu entdecken und lebendig zu halten. Doch wie gelingt es, auch die junge Generation dafür zu begeistern?
Was bedeutet Heimat, wenn man sie einst verlieren musste? Beim 13. Tag der Heimat in Wiesbaden erinnerte Festredner Patrik Schwarcz-Kiefer an das Schicksal der Vertriebenen und die verbindende Kraft gemeinsamer Wurzeln. Zwischen Erinnerung, Neuanfang und Verantwortung für kommende Generationen wurde deutlich: Heimat lebt durch Menschen, die ihre Geschichte weitergeben.
Ungarn im Herzen, Mitteleuropa im Blick: Christoph Bathelt wird 50! Als Historiker, Kulturschaffender und Ungarnbeauftragter der Österreichischen Landsmannschaft setzt er sich seit Jahren für das deutsche Erbe, die Sprache und die Zukunft der Minderheiten in Mittel- und Osteuropa ein. Was ihn mit den Ungarndeutschen verbindet und was ihn antreibt?
Millionenförderungen für ungarndeutsche Vereine – doch wohin floss das Geld wirklich? Das Sonntagsblatt hat die größten Empfänger unter die Lupe genommen: von Denkmälern über Blasmusik und Kulturfeste bis zu Renovierungen und Jugendarbeit. Dabei zeigt sich ein vielfältiges Bild zwischen engagierter Gemeinschaftsarbeit und offenen Fragen zur Transparenz.
Überraschende Wende im Wuderscher Heimatmuseum: Georg Boros äußert sich zur Vertragsauflösung von Kathi Gajdos-Frank und spricht über 15 Jahre Zusammenarbeit, unterschiedliche Vorstellungen und einen unerwarteten Abschied. Trotz Diskussionen sei das Verhältnis gut geblieben. Was steckt hinter der Entscheidung – und wie geht es weiter?
Minderheiten im Wahlsystem – Chance oder strukturelles Dilemma?
Die Analyse von Dr. Dora Frey zeigt, warum nationale Minderheiten in Ungarn trotz neuer Regeln weiterhin vor großen Hürden stehen. Zwischen Wahlrecht, politischem Einfluss und sinkender Wählerzahl spitzt sich die Lage zu – besonders für die Ungarndeutschen. Wird 2026 noch ein eigener Abgeordneter möglich sein?
Dialog statt Parteipolitik – Gregor Gallai im Interview
Gregor Gallai setzt auf kontinuierlichen Dialog statt politischer Grabenkämpfe. Im Fokus stehen starke Interessenvertretung, moderne Identität und die Zukunft der Ungarndeutschen. Wie er Herausforderungen wie Abwanderung, Sprachverlust und politische Spannungen meistern will, verrät er im Gespräch.
„Wenn die Sprache wegfällt, dann ist alles Tanzen und Singen völlig umsonst“: Seit 55 Jahren prägt Johann Schuth die ungarndeutsche Medien- und Kulturszene. Im Gespräch blickt der NZ-Chefredakteur auf prägende Momente, redaktionelle Freiheit, Minderheitenpolitik und die Zukunft der Volksgruppe zurück. Warum für ihn alles an der Sprache hängt – und weshalb er dennoch Optimist bleibt, lesen Sie im Interview.
Ungarn setzte mit einer aktiven, wertebasierten Familienpolitik europaweit Akzente und erzielte zeitweise einen spürbaren demografischen Aufschwung. Doch Krisen, Inflation, gesellschaftlicher Wandel und strukturelle Schwächen bremsten den Erfolg. Der Beitrag analysiert Ursachen, Versäumnisse und neue Wege – auch mit Blick auf die Ungarndeutschen.
Die Zahl der Registrierten auf der Deutschen Liste sinkt spürbar – und das Tempo zieht an. Immer mehr Wahlbürger kehren ihr den Rücken, nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei anderen Nationalitäten. Kritiker sehen strukturelle Probleme, ungelöste Gerichtsurteile und wachsende Frustration. Wird das Vorzugsmandat dadurch ernsthaft gefährdet? Ein Blick auf Zahlen, Hintergründe und regionale Trends zeigt: Es könnte eng werden
Gregor Gallai, Spitzenkandidat der Deutschen Liste, erklärt im Interview mit der „Népszava“, warum Minderheitenpolitik nur durch Kooperation mit der Regierung wirksam sein kann. Er spricht über Generationenwechsel, Dialogfähigkeit über Parteigrenzen hinweg und seine Haltung zur bisherigen Minderheitenpolitik. Ein spannender Einblick in politische Verantwortung und Gratwanderungen.
Erika Rierpl – Auslandsdeutsche des Jahres 2025 – erzählt, wie ihre schwäbischen Wurzeln, prägende Kindheitserlebnisse und der Wunsch, „für die Gemeinschaft, mit der Gemeinschaft“ zu arbeiten, ihren Weg formten. Heute setzt sie sich mit voller Leidenschaft für die ungarndeutsche Kultur ein. Ihre Botschaft: Identität lebt durch Engagement, Mut und Zusammenhalt.
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