von Nelu B. Ebinger
Ein Beitrag von Cyril Moog, erschienen in der Budapester Zeitung am 14. Juli 2020. Zweitverwendung mit freundlicher Genehmigung von Chefredakteur Jan Mainka.
Inmitten der Wirren der 1930er und -40er Jahre verlieben sich in Budapest der ungarndeutsche Volksgruppenführer Franz Anton Basch und die jüdische Fotokünstlerin Klara Spieler. Während Nationalismus und Revisionismus, Fremdenhass und Antisemitismus zusehends den Alltag bestimmen, bleiben die beiden ihrer gefährlichen Liebe treu. Unterdessen stemmt
Von Armin Stein
Auf der heutigen Pressekonferenz des Mathias Corvinus Collegiums (MCC) wurde die neben der Gründung neuer Institute und der Ankunft renommierter ausländischer Dozenten auch die Gründung eines Ungarisch-Deutschen Instituts für Europäische Zusammenarbeit verkündet.
Das Mathias Corvinus Collegium betrachtet sich als die größte ungarische Fördereinrichtung für talentierte Schüler und Studenten, die sich Zusatzwissen aneignen wollen. Einen kurzen Überblick über die Geschichte des MCC gewährt die institutseigene Webseite: Das Mathias
Ein Nachruf von Prof. Dr. Zoltán Tefner zum Tode des ungarischen Historikers
Die ungarische und deutsche wissenschaftliche Welt hat am 13. Januar d. J. vom Tod von Prof. Dr. Loránt Tilkovszky erfahren. Alle, die mit dem Herrn Professor Tilkovszky in persönlichem Nexus standen, sowie diejenigen, die mit ihm im Bereich der Geschichtswissenschaft zusammenwirkten, sind tief betroffen, sind fassungslos und unendlich traurig. Ein Wissenschaftler von hohem beruflichen Engagement ist wieder von
Von Georg Krix
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Allgemein zur Lage der deutschen Volksgruppe in (Groß)Ungarn zu Beginn des 20. Jahrhunderts
EINST gab es einen Reichtum deutscher Presseorgane in Ungarn. Gemeint ist ’Großungarn’ und die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Denn schon während des Krieges sind viele Zeitungen/Blätchen eingegangen – infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten und auch wegen dem Schwund der Interessenten, die ja zu der Zeit an der Front fürs Vaterland kämpften.
Es waren damals
Die ersten vier Schulen in der Trägerschaft von örtlichen Nationalitätenselbstverwaltungen ziehen Bilanz
Von Richard Guth
Vor fünf Jahren hat das Sonntagsblatt die ersten vier Grundschulen, die von örtlichen Nationalitätenselbstverwaltungen übernommen wurden, einzeln vorgestellt. Nach fünf Jahren haben wir den Versuch unternommen die Schulen erneut zu kontaktieren und um eine Einschätzung zu bitten: Was wurde in den letzten fünf Jahren erreicht, wie ist die aktuelle Lage, haben sich Erwartungen der ersten
Viktória Márkus (21) lebt seit ihrer Geburt in Nadasch/Mecseknádasd und stammt mütterlicherseits aus einer ungarndeutschen Familie. Den Kindergarten und die Grundschule hat sie in ihrem Heimatdorf besucht und hat anschließend im Valeria-Koch-Gymnasium in Fünfkirchen ihr Abitur gemacht. Márkus ist in ihrem dritten, also letzten Studienjahr an der Fakultät für Kulturwissenschaften, Pädagogik und Regionalförderung der Universität Pécs und wird bald ihren Abschluss als Nationalitäten-Kindergartenpädagogin in der Tasche haben. Über ihre Motivation
Von Dr. Jenő Kaltenbach
Vor 75 Jahren, am 22. Dezember 1945, verabschiedete die damalige ungarische Regierung auf Grundlage des Prinzips der Kollektivschuld die Regierungsverordnung über die Vertreibung derjenigen Ungarndeutschen, die sich bei der Volkszählung zu ihrer ethnischen Identität bekannt haben. Merkwürdigerweise hat dieselbe Regierung nur 6 Monate früher in Bezug auf den Holocaust die Anwendung dieses Prinzips für ewig und immer verurteilt. Um im Bild zu sein: Es wäre so,
Von Armin Stein
Während ich auf YouTube alte Videos durchstöberte bin ich auf eine seltene Perle gestoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=5w16q87-P-M
Gedreht 1983 bietet der in etwa halbstündige Dokumentarfilm einen Einblick in die Folgen einer Ära großen Wandels für das Ungarndeutschtum der Tolnau und Branau. Dargestellt wird, wie die Bevölkerung aus den Dörfern in die regionalen Zentren und Städte strömt, wie alte Gemeinden aufgerüttelt und entfremdet werden, wie die letzte Generation, die noch
Nach deutschsprachiger Bárány-Videobotschaft bleibt weiterhin fraglich, ob verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden kann
Von Richard Guth
Hohe Wellen schlugen heimlich aufgenommene Worte des sozialistischen Kommunalpolitikers Balázs Bárány aus Schaumar/Solymár, die dem regierungsnahen Fernsehsender „Hír TV” zugespielt wurden – diese bezogen sich auf den ungarndeutschen Bürgermeister der Großgemeinde, Koloman Szente. Bárány nannte darin Szente „einen degenerierten, alteingesessenen schwäbischen, homophoben, juden-feindlichen, xenophoben Romahasser, ein richtiges faschistisches Arschloch”.
Bárány bezeichnete gegenüber Sonntagsblatt eine Woche
von Richard Guth
Kaum die Autobahn verlassen begegnet einem eine Landschaft, die an die Große Ungarische Tiefebene erinnert: Wiesen und Felder, abwechselnd mit Waldstücken, flaches Land, soweit das Auge reicht und zweisprachige Schilder, oben auf Deutsch, darunter in kleinerer Schriftgröße in einer Sprache, die an Polnisch erinnert. Wir befinden uns in der Niederlausitz und die Sprache ist (Nieder-)Sorbisch.
„Nein, die Menschen, die hier wohnen, heißen Wenden, Sorben findet man weiter
Von Richard Guth
Die Kommunalwahlen vor einem Jahr brachte vielerorts Gruppierungen an die Macht, die aus zivilem Engagement heraus mit der großen Politik in Berührung kamen. Dies scheint eine globale oder jedenfalls europäische Tendenz zu sein, denkt man an die Regierungsbeteiligung der Freien Wähler in Bayern oder an die Wahl der Aktivistin Zuzana Čaputová zur slowakischen Präsidentin. Die Diskussion um Nachhaltigkeit und Umwelt rückte in Vor-Corona-Zeiten in den Mittelpunkt des
Von Richard Guth
„Vergangenheit hat Zukunft“ – mit diesem Motto wurde der Ungarndeutsche Lehrpfad Ende September auf dem Gelände des Ungarndeutschen Bildungszentrums Baaja eingeweiht. Dieser Lehrpfad ist der neunte in der Reihe und „der mit Informationsschildern, interaktiven Elementen und einem Begleitheft versehene thematische Weg erzählt anhand des Leitmotivs „Gemeinschaft“ über Ansiedlung, traditionelle Funktionen der Familie, Zusammenleben in einer Dorfgemeinschaft, Lebensunterhalt, Muttersprache, Religionsgemeinschaften und moderne Gemeinschaftsformen der ungarndeutschen Volksgruppe, sowie über