Von Stefan Pleyer
Die Jakob Bleyer-Gemeinschaft und die Redaktion des Sonntagsblattes gratuliert ihrem Gründer und ehemaligen Vorsitzenden Georg Krix anlässlich seines 95. Geburtstages
Der Gründer und ehemalige Vorsitzende der Jakob Bleyer Gemeinschaft sowie der erste Schriftleiter des von ihm neugegründeten Sonntagsblattes, Georg Krix, feiert heute seinen 95. Geburtstag.
Georg Krix ist 1928 in einer donauschwäbischen Familie mit oberschwäbischen Wurzeln im Batschkaer Waschkut/Vaskút geboren. Seine Schulen besuchte er in seiner Batschkaer
Von Stefan Pleyer
„Es erschien in unserem Komitate eine hellblonde, strebsame Völkerschar aus der preußischen Rheinprovinz Koblenz, die in der Nähe von Großkanischa, nördlich der Stadt sechs Gemeinden bildete: Langwies, Homokkomar, Deutsch-St.Niklau, Freiwies, Korpowar und Obernak”, so stellte Pál Körmendy die deutsche Sprachinsel des Komitats Sala/Zala in seiner Beschreibung vom Komitate dar.
In der Tat, genau vor 300 Jahren versuchten sich der neue Lehensherr der Salaer Herrschaft, Baron Franz von
Von Stefan Pleyer und Patrik Schwarcz-Kiefer
Es ist schön, das Leben durch Entdeckung der Künste zu veredeln.
Philipp von Lenard, Physik, 1905 – Albert Szent-Györgyi, Physiologie und Medizin, 1937 – Franz Krausz, Physiologie und Medizin, 2023 Donauschwäbische Preisträgerinnen und Preisträger: Herta Müller, Literatur, 2009 – Stefan Hell, Chemie, 2014
Diese Woche glühte die ungarische Öffentlichkeit im Fieber der Nobelpreisvergaben 2023. Bei der diesjährigen Zeremonie der höchstwertigen Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen
Demografischer Sinkflug in Ungarn dauert weiter an / Zahl der Bekenntnis-Deutschen sank um fast 45.000 / 10 % der Deutschen in Ungarn verfügen über einen ausländischen Pass
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Von Richard Guth
142.551 – eine Zahl, auf die man seit langen Monaten gewartet hat. So viele Mitbürgerinnen und Mitbürger bekannten sich in Ungarn zum Deutschtum. Dahinter verbirgt sich wie bei der letzten Volkszählung im Jahre 2011 die Bekenntnis zur deutschen Volkszugehörigkeit
Von Martin Szanyi
Auch dieses Jahr fand am 2. September das Festival für Traditionspflege der Nationalitäten (Nemzetiségi Hagyományőrző Fesztivál) in Fünfkirchen statt. Die Standplätze und Zelte der elf Nationalitäten boten traditionelle Gerichte, Ebru-Malerei, Henna-Zeichnungen und weitere handwerkliche Aktivitäten an, während auf der Hauptbühne das Hauptprogramm lief, vor allem mit Tanz und Musik.
Fünfkirchen war schon immer von vielen Nationalitäten und Völkern bewohnt. Allein wenn man den Stadtteil Rácváros/Raizenstadt oder Bosnyák
Von Martin Szanyi
(August 2023) Als ich der JBG-Studienfahrt in die Slowakei zustimmte, hatte ich keine Ahnung, was mich in der Zips erwarten wird. Eine Reise mit neuen Leuten zu unbekannten Orten und Menschen. Die Landschaft wurde immer hügeliger, als wir in Richtung Kaschau/Košice fuhren. Nach dem Ortsschild von Košice erblickten wir die aufstrebenden Plattenbausiedlungen und die verrosteten Schienen der Straßenbahn. Die zweispurige Straße endete plötzlich, als wir in der
Fotobuch gedenkt deutscher Vergangenheit einer Tolnauer Gemeinde
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„Die Vergangenheit ist der Hafen der Erinnerungen im Sturm der Zeit“ (Andre Comte-Sponville)
Von Josef Kiss
Unter diesem Motto entstand zu Pfingsten 2022 das heimatgeschichtliche Fotobuch von Jink/Gyönk. Das Fotobuch „ Die Vergangenheit lebt mit uns“ bekam diesen Titel nach einer Ausstellung von alten Fotos anlässlich der Errichtung der Gedenktafel im Jahre 2016, die an die Verschleppung und Vertreibung der Jinker Bürger
SB-Gespräch mit DBU-Intendantin Katalin Lotz anlässlich des 40. Geburtstags der ungarndeutschen Spielstätte
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SB: Frau Lotz, über welche Informationen und Erinnerungen verfügen Sie bezüglich der Gründung(-szeit) der Deutschen Bühne Ungarn vor 40 Jahren?
KL: Um über die Gründung des Theaters mehr zu erfahren, habe ich den ersten Direktor des Theaters, János Kaczián, befragt. Von ihm erfuhr ich Folgendes: Als Ausgangspunkt der Entstehung der Deutschen Darstellungsbühne und der daraus entstandenen Deutschen
Von Richard Guth
Vor einigen Wochen haben wir von Kürzungsplänen der ungarischen Regierung bei der Nationalitätenförderung berichtet (https://sonntagsblatt.hu/2023/06/18/haushalt-2024-spuerbare-kuerzung-bei-der-nationalitaetenfoerderung/). Geplant war eine Kürzung der staatlichen Unterstützung für Nationalitätenorganisationen, Freizeitaktivitäten wie Sommerlager, für das Lehrerprogramm oder Institutionen um 726 Millionen Forint (1,94 Millionen Euro), was den Nationalitätenausschuss unter dem Vorsitz des deutschen Abgeordneten Emmerich Ritter schnell auf den Plan rief. Der Großteil der Kürzungspläne wurde zurückgenommen, es blieb bei einem Minus von
Im Gespräch mit Henrik Hartai, dem Inhaber des mittelständischen Unternehmens Hartauer Wurstfabrik (Hartai Kolbászüzem)
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SB: Durch Zufall habe ich Ihr Salamiwurstprodukt kennen gelernt, das an Hausgemachtes erinnert. Nach welchem Rezept wird diese Salamiwurst hergestellt.
HH: Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen. 1979 kam ich nach meiner Berufsschulausbildung als Fleischer an die LPG Hartau/Harta. Dort wurde bereits Wurst hergestellt – nach traditionell schwäbischem Rezept, insgesamt aber nicht sehr würzig.
Von Richard Guth
Ein Haushaltsentwurf, vorgelegt vom Finanzminister am 6. Juni, sieht spürbare Kürzungen bei der Förderung der Nationalitäten vor. Beträgt die Höhe der Unterstützung für Nationalitätenorganisationen, Freizeitaktivitäten wie Sommerlager, das Lehrerprogramm oder Institutionen im laufenden Kalenderjahr 5,5994 Milliarden Forint (14,99 Millionen Euro), soll diese um 726 Millionen (1,94 Millionen Euro) auf 4,86 Milliarden Forint (13 Millionen Euro) sinken. Das entspricht knapp 13 %. Besonders schmerzhaft ist der Einschnitt deshalb,
Im Gespräch mit dem Valeria-Koch-Preisträger Bence Kiss
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SB: Bence, Du hast den Valeria-Koch-Preis erhalten, womit man Personen für vielseitige nationalitätenspezifische Aktivitäten auszeichnet – was waren diese Aktivitäten bei dir?
BK: Diese Aktivitäten sind vor allem kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten, die ich im Verlauf der Jahre leistete. Seit meiner Kindheit war ich Mitglied der ungarndeutschen Tanzgruppe “Grüne Wiese” in Jink/Gyönk und danach der Tanzgruppe „Hoffnung” in Warschad/Varsád. Während der Tanzgruppenmitgliedschaft