Fekeder Wassermühle auf der Liste bedrohter Denkmäler

Katalin Bérdi, Baudezernentin (ung. főépítész) für den Landkreis Mohatsch, gehört zu den engagiertesten Verfechtern der Bewahrung des gebauten Erbes in Ungarn. Zu ihrem Landkreis gehören zahlreiche deutsche Dörfer mit einem erstaunlichen architektonischen Erbe, worüber Bérdi auf ihrer eigenen Facebook-Seite „Helyi emlékeink, építészeti örökségünk” regelmäßig berichtet und besondere Schätze dieses Erbes vorstellt.  (In der Sommerausgabe des Sonntagsblattes können Sie ein längeres Interview mit der Dezernentin lesen.) Jüngst lenkte sie unsere Aufmerksamkeit auf eine Wassermühle in der Stifoldergemeinde Feked: Das Bauwerk am Karašica-Bach, bekannt als Fábri-Wassermühle, stammt aus dem Jahre 1788 und gehöre zu 300 ähnlichen Bauwerken, die von den einst 17.000 erhalten geblieben seien, so die Seite „7 Most Endangered” des Denkmalschutznetzwerks „Europa Nostra”, das eine Liste mit den meistgefährdeten Bauwerken erstellte – diese Liste wird jährlich aktualisiert.

Auf dieser Liste fand auch die Wassermühle von Feked Aufnahme: Durch Nichtnutzung, Überflutungsschäden und Verschleiß drohe die vollständige oder teilweise Vernichtung dieses Bauwerkes – als warnendes Signal kann der Einsturz des Mauerwerks November 2025 betrachtet werden. Errichtet wurde sie von den Träbert-Brüdern als Futtermühle und gelangte mit der Zeit in den Besitz der Fábris, die sie als Getreidemühle nutzten. Heute ist sie Eigentum der Familie Gerst, werde aber seit 1951 nicht mehr genutzt. Die Mühle spiegele die Schlichtheit und den Pragmatismus der bäuerlichen Kultur wieder und enthalte noch Originalmaschinen. Die Mühle bildet mit Müllerhaus und den reich verzierten Wirtschaftsgebäuden ein wertvolles Ensemble.

Nominiert für die Rote Liste wurde die Mühle vom Besitzer Johann Gerst mit Partnerin Anita Czakó, unterstützt vom ungarischen Entscheidungsgremium für Stätten unter Denkmalschutz ICOMOS und von der Ungarischen Renaissancestiftung (MRA) sowie von politischen und zivilen Repräsentaten aus Feked. Gerst, der sich mit traditioneller und nachhaltiger Rinderzucht beschäftige, möchte die Mühle nach Möglichkeit wieder in Betrieb nehmen und zu einem touristischen und Lernort entwickeln. Auch dem Zweck der Erforschung der Industriearcheologie vergangener Zeiten sollte das Projekt dienen. 

Quelle: https://7mostendangered.eu/sites/fabri-watermill-hungary/?fbclid=IwY2xjawQUyShleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeaEUMp2iFkCY3LgUkXGlqmwZeA4azK58v6us1TauQtQ_ve45cnM-UHcPUobc_aem_se3q2n0LJoNvpdulccIBXw

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