Von Armin Trischler
Als Siebenjähriger bereiste ich mit der Familie zum ersten Mal im Jahr 1970 das Land meiner Großeltern. Mit den Augen des Kindes zu erfahren, wovon Oma und Opa gerne zu erzählen wussten! Nach nicht endend wollender Fahrt von ca. 14 Stunden hatten wir unseren Urlaubsort erreicht. Jackfall/Kisjakabfalva bei Willand/Villány empfing uns wie Olympiasieger nach einem erfolgreichen Wettkampf.
Wir spürten echte Herzlichkeit und Willkommensein. Die Freude war riesengroß
In letzter Zeit ist zu beobachten, dass es immer weniger Messen in deutscher Sprache gibt. Die Kirchen, die ursprünglich voll waren, sind jetzt leer. Szymon Folp befragte Marek Dziony, Diakon der Seelsorge für nationale und ethnische Minderheiten, dazu.
Der Beitrag ist erstmalig am 22. Januar 2022 in der polendeutschen Zeitschrift „Wochenblatt“ erschienen – Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Chefredakteur Dr. Rudolf Urban.
Wie sieht es heute mit der Teilnahme an
Deutschsprachiges Interview mit Dr. jur. Rozália Lakatos, Bürgermeisterin des mehrheitlich von Roma bewohnten Halmajugra
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SB: Frau Dr. Lakatos, Sie sind von Roma-Herkunft, haben zwei Hochschulabschlüsse, sind unverheiratet, haben keine Kinder und leiten eine Gemeinde – dieser Lebensweg ist alles andere als gewöhnlich für eine Roma-Frau wie Sie, jedenfalls wenn man nach der öffentlichen Meinung geht – wie kam es dazu?
RL: Es ist richtig, es gibt sehr wenige Frauen,
Von Dr. Hans Dama
Die Entscheidungen und die Entschlossenheit, seine persönlichen Lebenserfahrungen an die Öffentlichkeit zu tragen, erfordert (den?) Mut des Verfassers.
Nikolaus Tullius, Jahrgang 1935, tat dies wiederholt, diesmal in seinem neuen Buch Erinnerungen eines Banat-Kanadiers, der bereits in seinem in drei Sprachen (deutsch, englisch, rumänisch) erschienenen Buch „Vom Banat nach Kanada“ 2011 (dt. und engl.) bzw. 2013 in Temeswar, rumänisch, seine Lebenserfahrungen veröffentlicht hat.
Dem aus der Banater
Originaltitel des Artikels: Belebuktunk a szlovákoktatásba. Von Andrea Horváth Szomolai; erstmalig erschienen am 7. November 2021 auf dem slowakeimadjarischen Portal ma7.sk (gedruckt in Nummer 44/2021); Zweitverwendung mit freundlicher Genehmigung von Chefredakteurin Judit Molnár; deutsche Übersetzung: Armin Stein
„Straka kráka, vrana letí” – ich versuche, meiner siebenjährigen, „rein“ madjarischen Tochter das slowakische Gedicht einzutrichtern, das in der Schule als Hausaufgabe gestellt wurde. Die slowakische Nachbarin, die zu Besuch ist, sieht mich
Von Armin Stein
Die Schwäbische Türkei ist für vieles Bekannt: idyllische Dörfer, die sanften Hügel des Metscheck-Gebirges und das pulsierende Fünfkirchen, die Kulturhauptstadt Europas 2010. Das Leben in der Region hat jedoch auch seine Schattenseiten, die zunehmende Überalterung der Gesellschaft und das Fehlen von genügend guten Arbeitsplätzen haben zu der Abwanderung eines großen Teils, der zum Teil deutschsprachigen, Bevölkerung aus den Dörfern der Ost-Branau und der Süd-Tolnau geführt. Ein die
Ein Beitrag von Andrea Horváth Szomolai. Erschienen am 26. Januar 2022 auf dem Portal ma7.sk. Veröffentlichung in deutscher Sprache mit freundlicher Genehmigung von Chefredakteurin Judit Molnár.
Die Volkszählungsergebnisse in der Landschaft Podzoboria/Zoboralja, Teil des Donauhügellandes, sind niederschmetternd. In diesem Streusiedlungsgebiet der Südslowakei sank die Zahl der Madjaren genauso wie im ganzen Land. Nach Ansicht der Dorfoberen sei es an der Zeit, darauf hinzuweisen, dass die Madjaren in der Diaspora effektive
Als ungarländisch-kroatische Arbeitnehmerin in einem burgenländisch-kroatischen Dorf
Von Richard Guth
Unterpullendorf-Dolnja Pulja – dieses zweisprachige Ortsschild empfängt den Besucher von Unterloisdorf kommend. Im Dorf selbst fallen die zweisprachigen und teilweise einsprachig kroatischen Schilder, Plakate und sonstigen Aufschriften regelrecht ins Auge. An sich nichts Ungewöhnliches, denn zweisprachige Inforträger findet man auch in Ungarn zuhauf, sei es in von Minderheiten bewohnten Dörfern oder in Ortschaften, wo man nichtungarischsprachige Kunden anlocken möchte! Mein
Globaler Klimawandel und Epidemiologie
Von Andreas Hagen
Die Covid-19-Pandemie hat das zurückgelassene Jahr stark geprägt. Die Gesellschaft vieler Länder wurde durch diese neue Situation erschüttert. Wir mussten unsere üblichen Komfortzonen aufgeben und eine neue Situation oder Komfortzone schaffen. Die Epidemie hat jedoch nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaft vieler Länder erschüttert. Der bisher übliche Welthandel ist seit einigen Monaten auf den Kopf gestellt, was das BIP der meisten
Zum Apropos eines Spaziergangs
Von Richard Guth
Friedhöfe, als erklärtermaßen „Orte der Ruhe”, wie man es in Siebenbürgen vielfach lesen kann -, hatten schon immer eine magische Anziehungskraft für mich. Womöglich liegt es an meinem Aszendenten Skorpion, aber da werden Kenner von mir wieder sagen: „Wieder du mit deinem Astrologiezeug!” Der rege Friedhofsbesuch in der Vergangenheit – meine Ahnen in unterschiedlichen Friedhöfen begraben – als Kind, nahm mit der Zeit
PRESSEMITTEILUNG der Deutschen Weltallianz (DWA), Wien, am 22.03.2021
Die Deutsche Weltallianz (DWA) initiiert für 2021 eine breit angelegte Interviewserie mit Vertretern deutscher Volksgruppen, wie es sie weltweit, verteilt auf allen Kontinenten gibt. Im Vordergrund stehen Fragen zur aktuellen Situation, zum Verhältnis zur Mehrheitsbevölkerung, zur historischen Vergangenheitsbewältigung, zur Restitution und zur Jugendarbeit. Das erste Interview wurde mit Herrn Rudolf Weiss, dem Vorsitzenden des Deutschen Volksverbandes geführt. Der Sitz des Vereins liegt
Im Gespräch mit der ungarländischen Kroatin Mirjana Steiner aus Siegersdorf/Hrvatski Židan
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SB: Mirjana Steiner – der Vorname klingt kroatisch, der Nachname hingegen deutsch – darf ich um Aufklärung bitten? Stehen Sie auch als Mirjana im Personalausweis?
MS: In meinem Personalausweis steht Mirjana Steiner; ich habe keinen zweiten Vornamen. Der Name Mirjana ist slawischen Ursprungs – nach einigen Quellen in den Anfängen hebräischen Ursprungs. Jedenfalls begegneten meine Eltern dem Namen