Spielerisch Dialekt pflegen

Auslandsdeutsche des Jahres 2023 Manon Zinck-Dambach aus dem Elsass im SB-Interview __________________________________ SB: Wie kam es dazu, dass Sie beim Wettbewerb angetreten sind? Welche Erwartungen verbanden Sie damit? MZ: Die Internationale Medienhilfe hat Kontakt mit mir aufgenommen, um mich aufzumuntern am Wettbewerb mitzumachen. Sie haben mir gesagt, dass mein Profil prima passe und dass es sehr gut wäre für meine Arbeit – wegen der internationalen Sicht in den Medien. Und

Bildung und Gesundheit sind die Schlüssel zum Erfolg

Im Gespräch mit der aus Kier stammenden Biologin und Hochschuloberassistentin Dr. Zsuzsanna (Orsós) Kiss _____________________________________________ SB: Frau Dr. Kiss, Sie sind in einem Ort namens Kier/Németkér aufgewachsen, der schlechthin als deutsches Dorf gilt – inwiefern beeinflusste dies Ihre Kindheit und Jugend und falls ja, welche Verbindungen gab es zum Ungarndeutschtum bzw. zum deutschen Erbe? ZSK: Vielen Dank für diese Frage, Sie sind der Erste, der mich das gefragt hat. Jetzt,

Seit 75 Jahren: „Mach mit!”

Zu Besuch auf dem Heimattag der Siebenbürger Sachsen ___________________________________  Von Richard Guth „Leiw Saksaunnen och leiw Saksen! Ech fräöe mech, dat mer es weder hae an deser hoeschen Stadt Dinkelsbühl traefen, och dat mer zesummen den Geburtsdäuch vun eaosem Verbond feiren toerfen. Ech woanschen Oech ugenaöm och gloaklech Fairdaich”, mit diesen Worten auf Siebenbürgisch-Sächsisch begrüßte Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, die nach Dinkelsbühl angereisten Siebenbürger Sächsinnen und

Von Bogarosch zum Universitätskatheder

Prof. em. Dr. Nelu Bradean-Ebinger erhielt vom VLÖ im Oktober die Ehrennadel in Gold. Ein halbes Jahr zuvor erschien in der Beilage „Irodalmi Jelen“ der Zeitschrift „Nyugati Jelen“, März 2023, ein Rückblick des langjährigen Professors der Universität Corvinus auf seinen Lebensweg. Aufgezeichnet wurde er von Gábor Miklós (Uni Corvinus Budapest); aus dem Ungarischen von Annkristin Teichert. ______________________________________________ Ich glaube, dass meine Eltern, meine Großeltern und meine Generation denselben Weg gegangen

Reisenotizen (16) – Sathmar

Von Richard Guth (August 2023) Die Obst- und Gemüsestände reihen sich aneinander wie Perlenketten. Dahinter erstreckt sich plattes Land, landwirtschaftlich rege genutzt. Das Jahr verspricht gute Ernte, ein Teil der Erntearbeiten ist bereits abgeschlossen, davon zeugen die gelb glänzenden Heuballen. Petrești/Mezőpetri/Petrifeld prangt auf dem dreisprachigen Ortsschild, unser Weg führt durch das Siedlungsgebiet der Sathmarer Schwaben. An der Kirche biege ich rechts ab, ich will mir ein Bild von der Gemeinde

„An den Taten messen”

Besuch bei der 143 Jahre alten Österreichischen Landsmannschaft __________________________________ Von Ágoston Frank In der Josefstadt – im 8. Wiener Stadtbezirk – liegt ein prachtvolles Gebäude. Das Grundstück stammt von der Wiener Gemeinde, das Haus wurde vom Industriellen und Mäzen Robert Primavesi gestiftet, so wie man es in einem „Eckart“-Heft zum 140. Jubiläum lesen kann. An den Wänden hängen Ölbilder, die elegant gekleidete Männer darstellen, auf den Regalen reihen sich Seifen,

Eminescus letzte Lebens- und Leidensjahre

Von Hans Dama Am 16. Januar fand im Rumänischen Kulturinstitut (RKI) Wien ein Vortrag statt, der sich mit dem letzten Lebens­abschnitt des rumänischen Dichters Mihai Eminescu befasste und der als Fortsetzung der im letzten Jahr vom RKI Wien organisierten Veranstaltung „Mihai Eminescu – Student in Wien“ erfolgte. Der Referent, Hans Dama, vormals Universitätslehrer am Rumä­nisch-Lektorat des Instituts für Roma­nistik der Universität Wien, betonte eingangs, dass die letzten Lebensjahre Mihai Eminescus

Ein Siebenbürger Lebensweg

Im Gespräch mit dem Wissenschaftler Franz-Wilhelm Wanek aus Klausenburg __________________________ SB: Ich habe in Ihrem Lebenslauf gelesen, dass Sie offiziell Franz-Wilhelm Wanek heißen – wie wurde aus dem Heltauer „Sachsenburschen” ein Siebenbürger madjarischer Wissenschaftler? FW: Mein Großvater mütterlicherseits war ein Deutscher aus Schlesien, Anton Tonk. Er fand in Großwardein/Oradea eine madjarische Lebenspartnerin und die Kinder aus der Ehe – bis auf das älteste – wurden ausschließlich in madjarischen Schulen und

Madjarischer Plan B

Madjarischer Plan B: Man würde in der Karpatoukraine die Kinder aus dem staatlichen Schulwesen herüberretten (Magyar B-terv: kimenekítenék a gyerekeket az állami iskolarendszerből Kárpátalján) Anfang Dezember verabschiedete der Oberste Rat der Ukraine einen Gesetzesentwurf, der die restriktiven (und vielmehr geplant restriktiven) Bestimmungen gegenüber den autochtonen Minderheiten insbesondere auf dem Gebiet des muttersprachlichen Unterrichts aufhob. Demnach soll der Unterricht in der Muttersprache (bis auf das obligatorische Fach Ulrainische Sprache und Literatur)

Reisenotizen (15) – Pirano

Von Richard Guth (Juli 2023) Durch buchstäblich blühende Landschaften führt der Weg aus Italien diesmal in die Hafenstadt Pirano/Piran an der slowenischen Adriaküste. Es hat viel in den letzten Wochen geregnet und das ging auch nicht spurlos an der Vegetation vorbei: im Gegensatz zum gewöhnlichen Einheitsgelb – ein Zeichen der sommerlichen Trockenheit – herrscht allseits Grün. Piran/Pirano steht akkurat auf dem Ortsschild und dieses Bild begleitet den Reisenden eigentlich von

Eine kleine, gut organisierte Gemeinschaft

Zu Gast bei den Karpatendeutschen – Begegnung, Kontaktpflege und Kooperationsausbau standen im Mittelpunkt der Studienfahrt ______________________________________ Von Richard Guth (Ostslowakei, 9./10. August 2023) Im Windschatten der Kaschauer Altstadt befindet sich eine für die deutsche Gemeinschaft wichtige „Machtzentrale”: der Sitz des Karpatendeutschen Vereins (KDV). „Machtzentrale“ strahlt immer etwas Weltfremdes, etwas Abgehobenes aus, deswegen die Anführungsstriche. Denn auf der Studienfahrt der JBG, welche diesmal in die Slowakei führte, traf die kleine Delegation

Wenn der Große Teich verbindet

Von Annkristin Teichert In der Ausgabe 02/2022 des Sonntagsblattes haben wir bereits über die Zeitzeugin Klara Wagner (80) berichtet. Sie stammt aus der Branau, aus dem Dorf Ratzkoslar/Egyházaskozár, lebt jedoch seit längerem in Raab/Győr. In beiden Gemeinden bemüht sie sich darum das Erbe ihrer deutschen Vorfahren aufrechtzuerhalten. Dafür hat sie in den letzten Jahren auch Ahnenforschung betrieben. Ihr Interesse an ihrer Familie hat sie bis in die Vereinigten Staaten von

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