„Wir hatten zwar Diskussionen, aber uns gut verstanden“

DNSVW-Chef Georg Boros zur Vertragsaufhebung von Kathi Gajdos-Frank

(Richard Guth) Er sei überrascht gewesen, als er erfuhr, dass sich Kathi Gajdos-Frank nicht erneut um den Posten der Direktorin des Heimatmuseums bewerben möchte, sagte Georg Boros, Vorsitzender der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung Wudersch und Trägerin des Heimatmuseums, auf Anfrage des Sonntagsblattes. Aus seiner Sicht sei es ein ganz normaler Vorgang gewesen, dass man nach fünf Jahren den Posten neu ausschreibt – darauf hätte sie sich erneut bewerben können. Es sei vor allem so plötzlich gekommen, dass auch die Auszahlung der Gehälter der Mitarbeiter habe nicht garantiert werden können.

Eine lange Zusammenarbeit verbinde Boros mit der ehemaligen Museumsdirektorin: „Vor 15 Jahren habe ich sie ins Museum geholt – trotz der Bedenken von anderen. Kathi ist die Tochter meines guten Freundes Johann Frank, daher die Bekanntschaft. Sie hat sich viel vorgenommen, aber auch vieles davon nicht umgesetzt“, erinnert sich der Vorsitzende. Dabei habe sie sich verstärkt um Kontakte nach außen bemüht, bei denen Boros den Eindruck gewonnen habe, dass es sich dabei um Gajdos-Franks Image gegangen sei. Es habe zwar Diskussionen zwischen Kathi Gajdos-Frank und ihm gegeben, aber es sei ein gutes Miteinander gewesen. Dies zeige sich darin, dass Gajdos-Frank weiterhin Mitglied im Deutschen Gemeinderat bleibe.  Nach Boros‘ Eindruck sei die Auflösung des Vertrages vorbereitet gewesen, da Gajdos-Frank kurze Zeit später bereits bei einem anderen Arbeitgeber angefangen habe.

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